Moderatorin Shakuntala Banerjee unterhält sich beim ZDF-Sommerinterview 2021 mit Grünen-Chef Robert Habeck in Flensburg.

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ZDF-Sommerinterview: Aus für Gratis-Corona-Tests? Habeck widerspricht Laschet


  • Andreas Schmid

    VonAndreas Schmid
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Der Grünen-Chef glaubt im Gespräch mit dem ZDF, dass sich mehr Freiheiten für Corona-Geimpfte „automatisch“ ergeben. Den Eklat seiner Partei im Saarland will er ausgleichen.

Update vom 8. August, 19.32 Uhr: Abschließend wird Habeck noch einmal nach den Chancen bei dieser Bundestagswahl gefragt. „Wir haben den Anspruch ums Kanzleramt zu kämpfen, aber vor allem geht es darum, in die Regierung zu kommen.“ Das ZDF-Sommerinterview ist daraufhin beendet.

Update vom 8. August, 19.29 Uhr: Wie viel soll Klimaschutz kosten? Habeck sieht „die Notwendigkeit zu investieren“, da das „reiche Deutschland nicht genügend investiert“ habe. Der gebürtige Lübecker wolle die Schuldenbremse behalten, doch „Schulden macht man auch an der Wirklichkeit“. Neue Infrastruktur wie Bahnstrecken seien „Vermögen der öffentlichen Hand und gesellschaftliches Eigentum“. Derartiges Eigentum in der Infrastruktur solle laut dem Grünen-Politiker finanziert werden. „Es geht darum, Werte zu schaffen, die in der Wirklichkeit bleiben. So schaffen wir die klimaneutrale Gesellschaft und den klimaneutralen Wohlstand.“

Update vom 8. August, 19.28 Uhr: Nun geht es um das grüne Kernthema – den Klimaschutz. Habeck stellt dahingehend klar, „nicht die Klimaschutzpartei-Only“ zu sein, man wolle auch Verantwortung für die Geflüchteten in Afghanistan übernehemen.

ZDF-Sommerinterview: Aus für Gratis-Corona-Tests? Habeck widerspricht Laschet

Update vom 8. August, 19.26 Uhr: Unter einer grünen Regierung würden Corona-Tests weiterhin kostenlos bleiben, sagt Habeck – für alle Menschen, also Geimpfte und Ungeimpfte. Die Union um Kanzlerkandidat Armin Laschet hatte die Debatte um die Abschaffung kostenloser Tests zuletzt angestoßen, laut Habeck sei dieser Gedanke allerdings „falsch“.

Update vom 8. August, 19.24 Uhr: Eine Impfpflicht lehnt Habeck ab, aber „es wird einen Unterschied geben im Zugang von Rechten und in der Freiheit des Lebens zwischen Geimpften und Ungeimpften.“ Dennoch sei es die freie Entscheidung eines jeden Menschen, sich impfen zu lassen oder nicht. „Man hat das Recht, sich nicht impfen zu lassen, aber man hat nicht das Recht, dass alle Geimpften Rücksicht darauf nehmen, wenn man sich selbst entschieden hat, sein eigenes Leben und die Gesellschaft zu gefährden.“

Update vom 8. August, 19.21 Uhr: Ein Austausch der Kanzlerkandidatin Baerbock gegen einen Kanzlerkandidatin Habeck sei daher „keine Debatte“. Kritik an seiner Co-Chefin will er nicht aufkommen lassen. „Frau Baerbock ist geeignet fürs Kanzleramt.“

Update vom 8. August, 19.19 Uhr: „Wie schwer ist das für Sie, Herr Habeck, der Frau, der Sie unterlegen sind beim Scheitern zuzusehen?“, fragt Moderatorin Banerjee mit Blick auf Annalena Baerbock provokant. Habeck bleibt ruhig und sieht in dem Satz eine „falsche Beschreibung“. Dann weicht er aus und referiert über grüne Politik im Allgemeinen. Habeck habe – egal in welcher Position – „Bock auf den Wahlkampf.“

Update vom 8. August, 19.16 Uhr: Angesprochen auf die sinkenden Umfragewerte* sieht Habeck „noch immer eine sehr gute Ausgangssituation“, da die bei den Demoskopen in Führung liegende Union „eigene Probleme“ habe.

ZDF-Sommerinterview: „ein paar Probleme im Wahlkampf“ – Habeck ärgert Situation im Saarland

Update vom 8. August, 19.13 Uhr: „Der grüne Wahlkampf hatte ein paar Probleme“, konstatiert Habeck zu Beginn. Ein aktuelles Problem sei die Thematik im Saarland, in der die grüne Landesliste nicht zugelassen wurde. Laut Habeck „eine bescheidende Situation“, die es zu lösen gelte. Wie das gelingen soll? „Ich muss ich dafür sorgen, dass wir die dreißig-, fünfzig-, siebzigtausend Stimmen, die wir dort verloren haben, in Teilen hier kompensieren“. Habecks Wahlkreis Schleswig-Flensburg sei so groß wie das Saarland. Die Aufgabe sei, nun nach vorne zu schauen.

Update vom 8. August, 19.10 Uhr: Los geht‘s. Habeck trifft sich mit ZDF-Moderatorin Shakuntala Banerjee in Wassersleben bei Flensburg.

Update vom 8. August, 19 Uhr: In zehn Minuten wird das Sommerinterview mit Robert Habeck, Co-Chef der Grünen, im ZDF ausgestrahlt. Wir begleiten das Gespräch für Sie im Live-Ticker.

ZDF-Sommerinterview: Aus für Gratis-Corona-Tests – Habeck widerspricht Laschet

Erstmeldung vom 8. August: Berlin – Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sieht die Erweiterung der Rechte für Geimpfte als zwangsläufige Entwicklung an. Es sei „völlig eindeutig“, dass Geimpfte mehr Rechte haben, sagte Habeck im „Sommerinterview“ 2021 des ZDF. „Das geht ganz automatisch in diese Richtung und ist auch richtig so.“ Er appellierte an die Verantwortung der Bürger, lehnte eine Pflicht zur Corona-Impfung* jedoch ab.

„Es wird einen Unterschied geben im Zugang von Rechten und in der Freiheit des Lebens zwischen Geimpften und Ungeimpften“, sagte Habeck, der zusammen mit Grünen-Kanzlerkandidatin* Annalena Baerbock* der Partei vorsteht. Die Forderung nach mehr Rechten für Geimpfte bedeute aber nicht, „Ungeimpfte auszuschließen“. Jeder habe auch „das Recht, sich nicht impfen zu lassen“, so Habeck.

ZDF-Sommerinterview: Grünen-Chef Habeck lehnt Corona-Impfpflicht ab

Er betonte zugleich: „Aber man hat nicht das Recht, dass alle Geimpften und der Rest der Gesellschaft und die Kinder dann Rücksicht darauf nehmen, weil man sich selbst entschieden hat, sein eigenes Leben und die Gesellschaft zu gefährden.“

Eine Impfpflicht lehnte der Grünen*-Chef ab. Da gebe es „bessere Möglichkeiten“, die „noch gar nicht ausgeschöpft“ seien, betonte er. Statt „die Menschen zum Impfstoff zu bringen“ müsse man „den Impfstoff zu den Menschen“ bringen. Impfangebote vor Discountern, Tafeln oder Schulen wären nach Auffassung Habecks eine gute Möglichkeit, um bessere Impfquoten zu erreichen.

Die Abschaffung kostenloser Tests, wie etwa von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gefordert, hält er dagegen für „falsch“. Dies sei keine geeignete Maßnahme, um die Menschen zu einer Impfung zu motivieren. Zudem werde dann weniger bekannt sein, „wo sich das Virus befindet“, weil sich weniger Menschen testen lassen.

Zoff bei den Saar-Grünen: Habeck spricht von „ärgerlicher Situation“

Nach der Ablehnung der saarländischen Grünen-Wahlliste für die Bundestagswahl will Habeck in seinem eigenen Wahlkreis Flensburg-Schleswig Stimmen gut machen. „Mein Wahlkreis ist so groß wie das Saarland“, sagte er im ZDF-„Sommerinterview“. „Also muss ich dafür sorgen, dass wir die dreißig-, fünfzig-, siebzigtausend Stimmen, die wir dort verloren haben, in Teilen hier kompensieren“.

Mit Blick auf die Saar-Grünen sprach er von einer „ärgerlichen Situation“. Offensichtlich sei im Vorfeld „nicht genug“ getan worden, um dies zu verhindern. Es habe von Seiten des Bundesvorstands immer wieder Kontakt mit dem Saarland gegeben, „aber offensichtlich haben wir es nicht geschafft und die Saarländer auch nicht“, das Problem frühzeitig zu lösen. „Also müssen wir sehen, dass wir an anderer Stelle besser sind“, so Habeck. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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