Nachdem die Corona-Tests wieder kostenlos sind, werden auch die Schlangen vor den Testzentren wieder länger, so wie hier am Frankfurter Merianplatz.

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Vom Kölner Karneval zum Corona-Schnelltest


  • Clemens Dörrenberg

    VonClemens Dörrenberg
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Getestete in Frankfurt wollen sich sicher fühlen und Rücksicht auf andere nehmen. Die Kostenersparnis wird begrüßt.

Ihre Geldbörsen können die Wartenden an den Corona-Schnellteststationen seit dem Wochenende wieder in der Tasche lassen. Seit Samstag werden Schnelltests, die Auskunft über eine mögliche Infektion mit Covid-19 geben, wieder kostenlos angeboten, so auch vor dem weißen Zelt am Skyline-Plaza. Eine kleine Schlange hat sich zur Mittagszeit neben dem Eingang des Einkaufszentrums gebildet. Es sei etwas mehr Andrang als an den Vortagen, berichtet ein Mitarbeiter. Sicherheit ist ein Stichwort, das die meisten nennen, die sich testen lassen wollen.

Einer der Getesteten ist Thomas Müller. Der 25-Jährige sagt: „Ich habe vorgestern Karneval in Köln gefeiert.“ Zwar sei der junge Mann, der in einer Kita arbeitet, durchgeimpft. Trotzdem wolle er sicher gehen, dass er sich nicht angesteckt habe. Sein Kumpel Fabian Schnell, der in der Pflege beschäftigt ist, wird zwar am Arbeitsplatz dreimal wöchentlich getestet, sagt er. Aus Rücksicht auf andere wolle er sich dennoch testen lassen. „Es schadet ja nichts“, so der 21-Jährige, der noch auf seine zweite Impfung wartet.

Auch Luna Vadavi hat bislang erst eine Impfdosis erhalten. Sie möchte am Abend ins Restaurant gehen. Deshalb meldet sie sich zum Test an, während sie ansteht – per Handy, wie alle anderen. „Dass es kostenlos ist, hat mich gewundert“, berichtet sie und gibt die Nachricht gleich am Telefon weiter. Im letzten Monat habe sie sich jeweils einmal wöchentlich testen lassen, um ausgehen zu können, und dafür pro Test 15 Euro gezahlt.

Mehr los als an den Vortagen ist auch im „Corona-Testzentrum“ am Merianplatz. Anne Kempf kommt gerade aus dem Eckhaus, in dem die Teststation mit Empfang und zwei Testkabinen untergebracht ist. Die 39-Jährige sei vollständig geimpft, berichtet sie. „Ich lasse mich aber immer dann testen, wenn ich glaube, es sei nötig“, sagt sie. Dieses Mal war der Grund eine Dienstreise innerhalb Deutschlands. „Das gibt mir Sicherheit und mir geht es darum, Kollegen und Familie zu schützen“, sagt Kempf, die im Verkauf arbeitet und häufig beruflich reist. Dass die Schnelltests nun wieder kostenlos sind, findet sie angenehm. „Ich hätte aber auch sonst gerne dafür bezahlt“, fügt sie hinzu, ehe sie sich unter die Flanierenden auf der Berger Straße mischt.

Andreas Klein, einer der Inhaber der Teststation am Merianplatz, sagt: „Die Testzahlen haben seit gestern massiv zugenommen und werden weiter steigen.“ Er schätzt, dass sich die Menge der Schnelltests im Laufe des Tages im Vergleich zu Freitag verdreifachen oder sogar verfünffachen werde. Neben dem Merianplatz betreibt seine Firma in Offenbach, Friedrichsdorf und am Main-Taunus-Zentrum Corona-Teststationen. Rund 200 Tests täglich hätte es im vergangenen Monat an allen Stationen insgesamt gegeben. Seitdem, genauer seit 11. Oktober, waren die Schnelltests kostenpflichtig. Davon seien lediglich 100 bezahlt worden, weil die andere Hälfte etwa Minderjährige oder Schwangere genutzt hätten, für die die Tests ohnehin kostenlos sind. Vor dem 11. Oktober hätten sich täglich etwa 1500 bis 2200 Menschen täglich an den vier Standpunkten testen lassen. Verdoppelt habe sich seit letztem Donnerstag die Zahl an PCR-Tests. Seit diesem Tag müssen hessenweit Ungeimpfte, die einen Ort oder eine Veranstaltung mit 3G-Regelung besuchen wollen, einen kostenpflichtigen PCR-Test vorweisen, der am Merianplatz, je nach Wartezeit zwischen 79 bis 199 Euro kostet. Klein berichtet: „Von 50 auf 100 sind bei uns die PCR-Testzahlen am Tag gestiegen.“ Mit einem weiteren Anstieg rechnet er auch hier.

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