Zu Schlangen kommt es jetzt häufiger vor dem Impfzentrum.

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Viel los im Frankfurter Impfzentrum


  • Georg Leppert

    VonGeorg Leppert
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Das Gesundheitsamt prüft den Ausbau der Einrichtung an der Messe. Auch junge Leute können dort Booster-Impfungen bekommen – wenn auch mit Einschränkungen.

Angesichts stark gestiegener Nachfrage möchte das Frankfurter Gesundheitsamt die Kapazität des Impfzentrums erweitern. Denkbar wären längere Öffnungszeiten und eine zusätzliche Impfstraße, sagte Kirsten Gerstner, Referentin im Gesundheitsdezernat, am Freitag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Eine endgültige Entscheidung über den Ausbau sei aber noch nicht gefallen.

Derzeit kommen laut Gerstner täglich etwa 800 Menschen in die Messehalle 1.2, um sich impfen zu lassen. Da die Stadt ursprünglich nur mit 500 Impfungen am Tag gerechnet hatte, gibt es oft Warteschlangen. Zumal das Zentrum wesentlich kürzere Öffnungszeiten hat als die Festhalle, die bis September als Anlaufstelle für Impfwillige galt. Die Messehalle ist täglich von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Termine werden nicht vereinbart.

Rund ein Drittel der Menschen in dem Zentrum bekommen ihre erste Impfung, ein weiteres Drittel ist für die Zweitimpfung da. Der Rest kommt zum Boostern.

Ältere haben Priorität

Die Auffrischungsimpfung gibt es laut Gerstner nicht nur für die Gruppen, für die sie die Ständige Impfkommission empfiehlt, etwa Menschen im Alter über 70 Jahre und Risikogruppen. Auch junge und gesunde Besucher:innen des Impfzentrums könnten den dritten Piks bekommen, sofern ihre zweite Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Allerdings müssten die Beschäftigten bei großem Andrang priorisieren, sagt Gerstner. Dann kämen erst Menschen an die Reihe, die noch gar keinen Schutz haben, dann Ältere, die sich boostern lassen wollen.

Diese Regeln gelten auch bei den Impfaktionen der Stadt an öffentlichen Plätzen. Etwa an der Hauptwache, wo mindestens bis Jahresende von montags bis freitags (8 bis 19 Uhr) geimpft wird. Dort bekamen in den vergangenen fünf Tagen rund 1000 Menschen ihren Schutz vor Covid-19. Zwischen 29. November und 12. Dezember soll auch der Impfexpress, eine Straßenbahn, durch Frankfurt fahren.

Die Impfstrategie in Frankfurt „war und ist erfolgreich“, sagte Gerstner. Notwendig seien drei Säulen: „die Niedergelassenen, das Impfzentrum und unsere mobilen Teams, die im Auftrag des Gesundheitsamts in die Einrichtungen gehen und die Sonderimpfaktionen durchführen“.

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