Warnstreiks an Unikliniken

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Verdi kündigt verstärkte Warnstreiks an Unikliniken an

Viele Krankenhäuser sind wegen Corona belastet bis zum Anschlag – und nun sollen Warnstreiks die Unikliniken treffen. Die Gewerkschaften wollen damit den Druck für mehr Geld in der Pflege erhöhen.

Berlin – Im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst der Länder will die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks an Universitätskliniken deutlich ausweiten.

„Vor dem dritten Verhandlungstermin erwarten wir eine sehr breite Streikbeteiligung im Gesundheitswesen“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Ab Dienstag sind etwa in Nordrhein-Westfalen Beschäftigte in den Kliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster zur Teilnahme aufgerufen. Nach bisher ergebnislosen Verhandlungen kommen Verdi und der Beamtenbund dbb am 27. und 28. November in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder zusammen.

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach warf den Arbeitgebern Ignoranz vor. „Ich habe es noch nicht erlebt, dass Arbeitgeber so wenig Interesse für die Anliegen und Bedarfe ihrer Beschäftigten zeigen“, sagte er der dpa. Die Arbeitgeber täten die enormen Belastungen durch die Pandemie in den Gesundheitsberufen, Schulen, Ordnungs- und Aufsichtsbehörden und bei der Polizei als punktuelle Belastungsspitze ab.

Der Vorsitzende des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, Jens Scholz, sagte der „Welt“, es zeuge weder von Weitsicht für die Pflege noch von Nächstenliebe für die Patientinnen und Patienten, sich die Uniklinika in der Pandemie als Streikobjekt auszusuchen.

Verdi und dbb beamtenbund und tarifunion fordern für die mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen 300 Euro mehr. Der TdL-Verhandlungsführer, der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), hatte die Forderungen mehrfach als unrealistisch zurückgewiesen. dpa

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