Endwirte des Toxoplasmomseä-Erregers sind Katzen.

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Toxoplasmose: Parasit bei jedem Zweiten nachgewiesen – das sind die Symptome


  • Sophia Lother

    VonSophia Lother
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Eine Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland bereits mit dem Toxoplasmose-Erreger in Kontakt gekommen sein könnte. Doch was sind die Symptome?

Frankfurt – Durch die Corona-Pandemie sind viele Krankheiten und Erreger in den Hintergrund des öffentlichen Interesses gerückt. Zwischen Fallzahlen und Regel-Änderungen bleibt wenig Raum für andere Aspekte. Dabei betrifft Toxoplasmose laut einer Studie jeden zweiten Deutschen und jede zweite Deutsche.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Von Toxoplasmose wird gesprochen, wenn eine Infektion mit dem Erreger Toxoplasma gondii nachgewiesen werden kann. Im Rahmen der Studie zur Gesund­heit Erwach­sener in Deutschland (DEGS) die zuletzt zwischen 2008 und 2011 durchgeführt wurde, testeten die Fachleute auch auf Antikörper gegen diesen Parasiten. Das Ergebnis: Von 6663 Teilnehmenden der Studie waren bei 3602 Personen die Antikörper gegenüber dem Erreger vorhanden. Auf die Gesamtbevölkerung bezogen, könnte somit jeder und jede zweite Erwachsene eine Infektion mit dem Erreger der Toxoplasmose hinter sich haben. Doch was sind die Symptome und Auswirkungen des Parasiten?

Toxoplasmose: Wie infiziert man sich mit dem Parasiten?

Der Toxoplasmose-Parasit kommt bei Vögeln und Säugetieren vor. Sexuell vermehren kann er sich jedoch nur in einem Tier: der Katze. In ihrem Verdauungstrakt vermehrt sich der Erreger und wird über den Kot ausgeschieden. Und damit startet ein fataler Kreislauf. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt, werden in der Folge Boden, Wasser, Pflanzen oder Katzenstreu mit dem Parasiten kontaminiert. Damit verbreitet sich Toxoplasmose aber nicht nur in der Natur. Auch der Mensch wird dadurch infiziert.

Endwirte des Toxoplasmomseä-Erregers sind Katzen.

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Endwirte des Toxoplasmose-Erregers sind Katzen.

Denn durch den Kontakt mit dem kontaminierten Katzenstreu gelangt der Toxoplasmose-Erreger in den Menschen. Auch durch den Verzehr von nicht durchgegartem Fleisch oder kontaminierten Lebensmitteln wie Gemüse, gelangt der Parasit in den menschlichen Körper. Ebenso kann bei der Gartenarbeit der Kontakt mit verunreinigter Erde eine Infektion auslösen.

Gesundheit: Mit Toxoplasmose infiziert – Welche Symptome können auftreten?

Bei gesunden Menschen verläuft eine Infektion mit dem Toxoplasmose-Erreger meist ohne Symptome. Laut MSD Manual muss bei den Symptomen zuerst unterschieden werden, welche Art von Infektion vorliegt. Zum einen gibt es die akute Toxoplasmose-Infektion, die bei den meisten Menschen asymptotisch verläuft, wobei circa zehn bis zwanzig Prozent der Infizierten folgende Symptome entwickeln können.

  • Leicht grippeähnliche Symptome: Fieber, Unwohlsein, Muskelschmerzen
  • Seltener: Entzündung im Rachenraum, atypische Erhöhung der Lymphozytenzahl im Blut, milden Anämie, leicht erhöhte Leberenzyme

Neben einer akuten Infektion ist auch eine sogenannte ZNS-Toxoplasmose möglich. Hierbei wird das Zentrale Nervensystem betroffen. Sie kann bei immungeschwächten Personen auftreten. Die Symptome sind laut MSD Manual deutlich gravierender. Es können Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Fieber, Bewusstseinstrübung, Krampfanfälle und sogar ein Koma auftreten.

Toxoplasmose: Diese Symptome sind möglich

Toxoplasmose kann auch kongenital auftreten. Davon wird gesprochen, wenn eine Mutter sich während der Schwangerschaft mit dem Erreger infiziert. Infiziert sich eine Frau vor der Befruchtung, kommt es für gewöhnlich nicht zu einer Übertragung, solange es zu keiner Reaktivierung kommt. Infiziert sich eine Schwangere mit dem Parasiten, kann dies zu Fehlgeburten, Totgeburten und Geburtsfehlern führen. Bei Neugeborenen, deren Mutter sich früh in der Schwangerschaft infizierte, können Symptome auftreten, wie beispielsweise Gelbsucht, Anschwellen von Leber und Milz. Alle Symptome hat das MDS Manual auf seiner Webseite aufgezählt und klassifiziert.

Liegen bei den Babys weniger schwere Infektionen vor, oder infiziert sich die Mutter erst im letzten Drittel der Schwangerschaft, erscheinen die Neugeborenen bei der Geburt meist gesund. Jedoch können sie im Laufe der nächsten Monate oder Jahre unter Anfällen leiden, eine geistige Behinderung oder andere Symptome entwickeln.

Okuläre Toxoplasmose ist eine weitere Manifestation einer Infektion. Sie kann auftreten, wenn sich eine kongenitale Toxoplasmose reaktiviert. Selten tritt sie auch bei einer Infizierung auf. Symptome wie Augenschmerzen, verschwommenes Sehen und Erblindung können auftreten. Seltener kann es auch zu einer „disseminierten Infektion außerhalb des ZNS“ kommen. Hiervon können Herz oder Lunge von stark immungeschwächten Menschen betroffen sein.

Toxoplasmose-Infektion vermeiden: Das rät das Robert Koch-Institut (RKI)

Eine Infektion kann meist durch serologische Tests ermittelt werden. Bei spezifischeren Krankheitsbildern werden auch Lumbalpunktion, Biopsien oder PCR-Analysen von Gewebe, Blut oder, im Fall einer Schwangerschaft, Fruchtwasser vorgenommen. Doch wie kann eine Infizierung mit dem Toxoplasmose-Erreger vermieden werden? Gerade Schwangeren oder immungeschwächten Menschen rät das RKI zu folgenden Maßnahmen:

  • Vermeiden Sie rohe oder nicht ausreichend erhitzte oder gefrorene Fleischprodukte (z.B. Hackepeter oder kurz gereifte Rohwürste).
  • Waschen Sie rohes Gemüse und Früchte gründlich ab.
  • Hände vor dem Essen, dem Zubereiten von Fleisch, nach der Gartenarbeit, oder dem Besuch auf Sandspielplätzen sorgsam waschen.
  • Beim Halten einer Katze innerhalb der Wohnung in der Umgebung der Schwangeren sollte die Katze mit Dosen- und/oder Trockenfutter ernährt werden. Das Katzenklo sollen Schwangere meiden. Es sollte täglich, insbesondere bei frei gehaltenen Katzen, mit heißem Wasser gereinigt werden.

(slo)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt abgesprochen werden.

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