Behält die Nerven: Sebastian Rode trifft kurz nach seiner Einwechselung zur Frankfurter Führung. imago images

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Rode stark, Borré trifft: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik


  • Ingo Durstewitz

    VonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein

    Thomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt siegt in Fürth dank eines Treffers in der Nachspielzeit. Die Spieler in der Einzelkritik.

Sonderlob

Sebastian Rode: Schöne Geschichte: Da kommt der Kapitän ins Spiel, alles anderes als ein Torjäger, lange verletzt, und dann ist er zur Stelle, urplötzlich taucht er vorne auf und bringt die insgesamt schwache Mannschaft in Front. Leitete dann auch noch den Siegtreffer ein. Hut ab. Hat er sich verdient, der tapfere Seppl von der Bergstraße.

Gut dabei

Kevin Trapp: Rettete kurz vor Schluss mit einer herausragenden Parade gegen Itter (87.). Kennt man von ihm mittlerweile. Hatte ansonsten am meisten damit zu tun, die unzähligen Rückpässe zu verarbeiten. Das machte er solide, der eine oder andere ging auch mal ins Aus – aber gemessen an der Fehlpassquote der Feldspieler war das mehr als in Ordnung. Emotional nach dem Abpfiff: Ging mit Tränen in den Augen vom Feld.

Ganz okay

Kristijan Jakic: Läuft ohne Ende, stochert mal hier und mal da, haut sich rein, ist vorne und hinten. Müsste mehr Struktur und Linie in sein Spiel bekommen. Aber mit einem großen Herzen und auch einigen guten Offensivaktionen.

Daichi Kamada: Kam nur schwer ins Spiel, aber wenn es dann mal ein bisschen gefährlich wurde, hatte er seine Füße im Spiel. Bereitete den Siegtreffer mustergültig vor. Einmal elfmeterwürdig vom Torwart gefoult, doch das Spiel lief – nach Überprüfung – weiter. Kann man so entscheiden.

Rafael Borré: Quasi unsichtbar – doch dann in den entscheidenden Momenten zur Stelle: Holte den Ball vor dem 1:0, und dann in der letzten Minute machte er den Sieg perfekt. Nicht schlecht.

Filip Kostic: Wurde auf links in die Zange genommen, sah sich oft zwei Gegenspielern gegenüber, konnte sich gerade im ersten Abschnitt nie durchsetzen. Wurde dann besser, powerte sich ins Spiel zurück. Mit einer guten Chance aus spitzem Winkel, doch sein Schuss zischte am Pfosten vorbei (57.). Bereitete, mal wieder, den Siegtreffer vor.

So lala

Martin Hinteregger: Hart im Nehmen. Ging nach einem Zweikampf benommen zu Boden. Tempo in die Nase – und weiter. Gewann im ersten Abschnitt fast 100 Prozent seiner Zweikämpfe. Darf jetzt auch Freistöße schießen – warum auch immer.

Evan Ndicka: Hielt seine Seite halbwegs dicht, das war nicht leicht, weil die Fürther über rechts stark aufkamen und Vordermann Kostic offensiv denkt. Auch das weiß man. Er könnte sich mehr zutrauen, brach einen Lauf einfach ab – und passte den Ball lieber zurück. Ansteckende Sache, diese Rückpässe.

Tuta: Räumte ganz gut auf, stemmte sich dagegen. Machte eine prima Konterchance der Fürther mit einem guten Defensivlauf und anschließender Klärung per Kopf zunichte. Eine Kleinigkeit, aber enorm wichtig. Später wehrte er einen Schuss ab (49.) – der wäre drin gewesen.

Almamy Touré: Kam zum zweiten Durchgang für Durm, machte es insgesamt etwas besser, aber auch nicht wirklich gut. Immerhin mit einem Abschluss, sein Schuss ging drüber (69.).

Schwächelnd

Erik Durm: Vom Magen-Darm-Infekt wieder genesen. Das Bemühen war ihm nicht abzusprechen, aber kaum eingebunden ins Spiel, nur Stückwerk. Über rechts lief in der Offensive gar nichts. Zur Halbzeit ausgetauscht.

Djibril Sow: Das Duracell-Häschen, läuft und läuft und läuft. Fußballerisch mittlerweile aber gar nicht mehr existent. Keine Impulse, nur am Zerstören.

Jesper Lindström: Zerschellte an den Fürthern, selten zu sehen, zu leicht vom Ball zu trennen. Auch mit überraschenden technischen Defiziten. In den Zweikämpfen zu unbedarft.

Zu spät gekommen

Ragnar Ache, Timothy Chandler, Stefan Ilsanker dur/kil

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