Der Gartenrotschwanz hat niemandem etwas getan.

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Rhein-Main: Hüit tick-tick-tick, sagt der Gartenrotschwanz


  • Thomas Stillbauer

    VonThomas Stillbauer
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Der gefiederte Freund möchte weiter auf Streubobstwiesen brüten, etwa in Hofheim, wo ein Baugebiet geplant ist.

Es ehrt ihn, dass er es nicht groß raushängen lässt – aber der Gartenrotschwanz war „Vogel des Jahres“ 2011. Viel geholfen hat es ihm nicht: Der Afrika-Überwinterer steht weiterhin auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten. Der Rückgang von Streuobstwiesen und der Pestizideinsatz unter anderem machten ihm das Leben schwer, berichtet der Naturschutzbund (Nabu).

Seine Zahl wächst zwar seit einiger Zeit wieder leicht. Dennoch sei der Gartenrotschwanz kaum noch im Garten anzutreffen, heißt es. Das hat er mit seinem Namensvetter hintenrum, dem Hausrotschwanz, gemeinsam – der ist auch kaum noch im Haus anzutreffen. Scherz beiseite: Der Hausrotschwanz ist weitaus häufiger und knickst, wo immer er sitzt, in den Knien. Das macht der 13 bis 15 Zentimeter große Gartenrotschwanz eher nicht. Er zittert aber, wenn er sich ärgert, mit dem roten (woher wussten Sie das?) Schwanz.

Worüber er sich ärgert, ist klar: über Baugebiete in seinem Revier, ohne dass sie mit ihm oder den Behörden abgesprochen sind. Sein Nest versteckt er gern in Höhlen und Nistkästen. Und wenn er etwas mitzuteilen hat, äußert er sich „weich und wehmütig, beginnend mit einem ,hüit‘, gefolgt von einem tieferen ,tick-tick-tick‘“ (Nabu). Man muss ihn einfach gernhaben. Und beschützen.

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