Timothy Chandler im Kopfballduell mit Michael Frey (links)

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Remis gegen Antwerpen: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik


  • Ingo Durstewitz

    VonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein

    Thomas Kilchenstein
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Kamada trifft früh, Paciencia spät – dazwischen läuft nicht ganz so viel. Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik nach dem 2:2 gegen Antwerpen.

Sonderlob:

Goncalo Paciencia: Kam rein, schaute sich um – und köpfte den Ball zum Ausgleich ins Tor. So geht’s manchmal.

Gut dabei

Kein Eintrag.

Ganz okay

Daichi Kamada: Dreh- und Angelpunkt, an vielen Offensivaktionen beteiligt. Mit seinen geschmeidigen Bewegungen nur schwer zu fassen für die Kontrahenten, mit Finesse und Witz. Nach 13 Minuten zur Stelle, da verwertete er die mustergültige Hereingabe des Kollegen Chandler zur Führung. Später baute er ab.

Makoto Hasebe: Dreh- und Angelpunkt, wie sein Landsmann, aber auf der anderen Seite des Feldes. Fing die Bälle ab, leitete die Angriffe ein, nie hektisch, immer mit Auge und Übersicht. Nur seine Flugbälle nach links kamen anfangs nicht wie gewohnt an. Hob vor dem vermeintlichen 1:2 beinahe das Abseits auf. Ließ sich vor dem realen 1:2 rauslocken.

Timothy Chandler: Mit unheimlich viel Platz auf der rechten Flanke – brauchte einige Zeit, ehe er das realisierte. Und auf einmal gab es kein Halten mehr, bog reihenweise die Flanken nach Innen. Seine beste war gewiss die nach einer knappen Viertelstunde, als er die Kugel perfekt, mit dem richtigen Schwung und wohl dosiertem Effet, auf den Schlappen von Kamada brachte, der sich mit dem 1:0 bedankte. Zuckte bei einem krachenden Kanonenschlag erschreckt zusammen. Kein Wunder.

Tuta: Sehr solider Auftritt, aufmerksam vor allem. Verteidigte oft vorwärts, was sich zuweilen lohnen kann. Leitete die Führung ein, indem er einen belgischen Konter mit einem langen Bein abfing und dann Chandler auf die Reise schickte.

Kevin Trapp: Segelte einmal, nach 16 Minuten, an einer Ecke vorbei, den Nachschuss von Frey krallte sich der in den letzten Wochen so formidablen Keeper dann aber. Bei den Gegentoren chancenlos.

So lala

Evan Ndicka: Legte gleich mal los wie die Feuerwehr, nach 20 Sekunden begrüßte er die Antwerpener mit der ersten rustikalen Grätschen samt anschließendem Kabinettstückchen. Im Anschluss beschränkte er sich auf seine Kernarbeit, meldete Sturmriesen Frey ab. Aber: Fälschte den Ball unglücklich zum 1:1 ins eigene Tor ab. Passiert.

Filip Kostic: Engagiert auf links, stellte die Belgier vor manches Problem. Aber der letzte Pass, die entscheidende Flanke wollte dieses Mal nicht ankommen, manchmal scheint er jetzt zu überlegen, ob er den Ball flach oder doch lieber hoch reinbringen soll.

Kristijan Jakic: Mit Power und Drive, fegt mal hier rein und mal dort, offensiver als Nebenmann Sow. Mit einem furiosen Solo, da tanzte er drei Gegenspieler mit zwei Beinschüssen aus – okay, gebracht hat es letztlich nichts.

Schwächelnd

Djibril Sow: Saugte im Mittelfeld wieder vieles weg, aber benötigte ein paar Momente, eher er im Spiel ankam. Lange Zeit unauffällig. Viele Fouls, unnötige. Nach voerne kommt zu wenig.

Rafael Borré: Nicht sein Spiel, lief der Musik hinterher, kaum eingebunden. Hatte im ersten Abschnitt nur 15 Ballaktionen, ehe er quasi mit dem Pausenpfiff mit seiner 16. fast die abermalige Führung erzielt hätte. Aber nur fast, ein Antwerpener Fuß klärte den Ball zur Ecke. Später ausgetauscht.

Jesper Lindström: Kleiner Rückfall in seine Anfangstage. Zu Beginn mit einigen Wacklern und Abspielfehlern. Gab aber nicht auf, Übersah einmal den freien Kostic (28.), schoss ein anderes Mal mit links ins Fangnetz (40.).

Zu spät gekommen

S. Lammers, J.-P. Hauge, S. Rode dur/kil

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