Statt Schutzstreifen sollen abgetrennte Radwege zum Standard werden, fordert der ADFC in Frankfurt.

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Radserie in Frankfurt: Es gibt noch viele Lücken zu schließen


  • Florian Leclerc

    VonFlorian Leclerc
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Die Verwaltung hat auf die Fragen der Leserinnen und Leser zu Problemstellen im Radnetz geantwortet. An vielen Stellen ist etwas geplant, oft aber auch nicht. Ein Resümee.

Die Frankfurter Rundschau hat ihre Leserinnen und Leser in den vergangenen Wochen gefragt: Wo sind die Schwachstellen im Frankfurter Radnetz? Aus der Vielzahl der Reaktionen haben wir knapp 50 Fragen heraussortiert und der Verwaltung geschickt. Die Antworten waren aufschlussreich.

In Bonames wird sich Carmen Treulieb darüber freuen dürfen, dass die Stadt die Gefahrenstelle am Ortsausgang nach Harheim auf dem Schirm hat. Die Planungen für eine sichere Führung seien aufgenommen. Der Radweg zwischen Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach, nach dem Yannick Schwander gefragt hat, wird gebaut: Die Vorarbeiten beginnen im Herbst, die eigentliche Bauphase ist ab Frühjahr. Hessen Mobil will den Radweg zwischen Sossenheim und Eschborn verbessern – das wollte „FrankfurtWest“ wissen.

Es gibt aber auch die andere Seite. Für die Heddernheimer Landstraße, über die sich „William Williams“ informieren wollte, liegen keine Planungen für eine Radinfrastruktur vor. Auch nicht für die Eschborner Landstraße. Oder die Niederräder Landstraße. Oder die Schmidtstraße. Es gibt, das hat sich gezeigt, sehr viele Schwachstellen im Frankfurter Radnetz. Der Umbau zur fahrradfreundlichen Stadt – er wird nicht Jahre, sondern Jahrzehnte dauern. Selbst wenn er konsequent verfolgt wird.

Ernüchternd ist der Umgang mit den Falschparkern. Ob aus dem Frankfurter Westen, dem Norden, Süden oder Osten: Aus allen Himmelsrichtungen gingen Meldungen über Falschparkerinnen und Falschparker ein, die eine sichere und zügige Fahrt mit dem Rad verhindern.

Die Stadt sei sich bewusst, dass oft falsch geparkt werde, heißt es. Allein, die Kontrolleurinnen und Kontrolleure könnten nicht überall zur gleichen Zeit sein. An den Wochenenden und nachts sind sie ohnehin nicht im Dienst. Dann übernimmt die Landespolizei, die auch anderes zu tun hat, als Falschparker zu kontrollieren.

Der ADFC in Frankfurt legt Wert darauf, dass die Stadt die gröbsten Netzlücken schließt. Dazu zählten der Abschnitt auf der Friedberger Landstraße zwischen Friedberger Platz und Matthias-Beltz-Platz. Und der Abschnitt auf der Eschenheimer Landstraße zwischen Miquelallee und Hügelstraße, sagte Bertram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Frankfurt.

Auch für die Schloßstraße, wo die Stadt das wenig erfolgreiche Schild „Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen“ ausprobiert, sei eine Lösung nötig, damit Radfahrerinnen und Radfahrer nicht weiter von überholenden Autos bedrängt und gefährdet würden. „Die neue Koalition darf sich nicht auf dem ausruhen, was bisher durch die teilweise Umsetzung des Radentscheids erreicht wurde, sondern muss neue Impulse setzen“, sagte er. Unter anderem müssten die letzten verbliebenen Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden. Dass bis Jahresende ein Radverkehrskonzept für die westlichen und südlichen Stadtteile erarbeitet werden solle, sei ein gutes Zeichen, sagte Giebeler. Als neuer Standard sollte gelten, dass der Radverkehr auf eigenen Flächen geschützt vor Kraftfahrzeugen und falsch parkenden Autos fahren könne.

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