Sechs Menschen sterben im Sudan bei Demonstrationen.

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Proteste im Sudan: Sechs Tote und Verhaftung des Al Jazeera-Büroleiters


  • Ares Abasi

    VonAres Abasi
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Im Sudan demonstrieren gerade Menschen im ganzen Land für die Aufrechterhaltung der Demokratie. Sechs Menschen werden dabei getötet.

Khartum/Sudan – Nachdem im ganzen Sudan am Samstag (13.11.2021) Demonstrationen gegen die Machtübernahme durch das Militär stattfanden, ist nun ein sechster Demonstrant gestorben. Das teilte das Zentralkomitee der sudanesischen Ärzte (CCSD) am Sonntag (14.11.2021) mit. Das jüngste Opfer war ein 15-Jähriger, der in einem Krankenhaus in Khartum an Schusswunden im Bauch starb, so das CCSD.

Am Samstag wurden Berichten des Nachrichtensenders CNN zufolge fünf Menschen während der Demonstrationen von den Streitkräften getötet. „Zahlreiche Verletzungen durch scharfe Munition und die Brutalität des Militärs“ wurden aus der sudanesischen Hauptstadt Khartum gemeldet, sagte das CCSD. Es wurde von Schwierigkeiten berichtet, verletzte Demonstrant:innen in ein Krankenhaus zu transportieren.

Proteste im Sudan: Al Jazeera verurteilt Vorgehen des Militärs

Nachdem General Abdel Fatah al-Burhan, Chef der sudanesischen Streitkräfte, am Donnerstag (11.11.2021) die Bildung eines neuen souveränen Regierungsrates verkündet hatte, riefen pro-demokratische Aktivistengruppen für Samstag zu einem „Millionen-Mann-Marsch“ gegen die Untergrabung der Demokratie auf. Am Sonntag wurde das Haus des Chefs des Al Jazeera-Sitzes in Khartum, El Musalmi El Kabbashi, gestürmt. Er wurde von sudanesischen Militärbehörden verhaftet, wie CNN berichtet.

„Al Jazeera verurteilt das verwerfliche Vorgehen des Militärs auf das Schärfste und fordert die Behörden auf, El Kabbashi sofort freizulassen und den Journalisten zu erlauben, ungehindert zu arbeiten und ihren Beruf ohne Angst und Einschüchterung auszuüben“, schrieb Al Jazeera in einer Presseerklärung.

Proteste im Sudan: Polizei soll keine Schusswaffen eingesetzt haben

„In einer Welt, in der Medien und Journalisten zunehmend bedroht werden, betrachtet Al Jazeera dies als einen Angriff auf die Pressefreiheit insgesamt und ruft internationale Menschenrechts- und Medienorganisationen auf, diese Verletzung der Sicherheit von Journalisten zu verurteilen.“

CNN hat die sudanesischen Behörden um eine Stellungnahme gebeten. Laut der Nachrichtenagentur Reuters erklärte die sudanesische Polizei, dass sie während der Proteste, die nach eigenen Angaben friedlich begannen, aber aus dem Ruder liefen, keine Schusswaffen eingesetzt habe. Nach eigenen Angaben wurden 39 Polizist:innen verletzt und Polizeistationen angegriffen, was zu Verhaftungen führte.

Proteste im Sudan: Eingeschränkte Beteiligung

Die Pro-Demokratie-Proteste, die am Samstag und Sonntag im ganzen Land stattfanden, folgten auf mehrere Tage zivilen Ungehorsams in der vergangenen Woche. Die Beteiligung schien jedoch durch die anhaltenden Unterbrechungen der Internet- und Telefonverbindungen eingeschränkt zu sein.

Seit dem Staatsstreich vom 25. Oktober sind die Internetdienste schwer gestört, und die Telefonverbindungen sind weiterhin lückenhaft. Obwohl das tägliche Leben nach dem Putsch fast zum Erliegen kam, sind Geschäfte, Straßen und einige Banken inzwischen wieder geöffnet.

Proteste im Sudan: Premierminister Abdalla Hamdok unter Hausarrest

Durch den Putsch wurde eine Vereinbarung über die Teilung der Macht zwischen dem Militär und der Zivilbevölkerung außer Kraft gesetzt, die nach dem Sturz von Bashir getroffen worden war und bis Ende 2023 zu demokratischen Wahlen führen sollte.

Hochrangige Zivilisten, darunter mehrere Minister, wurden festgenommen, und Premierminister Abdalla Hamdok wurde unter Hausarrest gestellt. (Ares Abasi)

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