Nach der Bundestagswahl: Markus Söder (CSU) hat bei der Feier zu Edmund Stoibers Geburtstag gegen Armin Laschet (CDU) gestichelt.

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Nach Bundestagswahl: Söder stichelt erneut gegen Laschet


  • Jan-Frederik Wendt

    VonJan-Frederik Wendt
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Markus Söder (CSU) hat die schlechten Ergebnisse bei der Bundestagswahl noch nicht verdaut. Nun hat er gegen Armin Laschet (CDU) gestichelt.

München – Die CSU feierte kurz nach der Bundestagswahl 2021* einen ihrer ganz Großen: Edmund Stoiber. Der bayerische Ex-Ministerpräsident hatte am Dienstag (28.09.2021) seinen 80. Geburtstag. Die Partei veranstaltete am Freitagabend (01.10.2021) einen Empfang für ihren Ehrenvorsitzenden in der Hanns-Seidel-Stiftung.

Eigentlich sollte Stoiber im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Doch alle Blicke waren auf zwei andere gerichtet: den aktuellen CSU-Chef Markus Söder und den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. Laschet hielt die Geburtstagsrede auf Stoiber. Zuvor hatte der Kanzlerkandidat eine deftige Spitze von Söder abbekommen.

Nach Bundestagswahl: Söder stichelt gegen Laschet

Der CSU-Politiker hatte aus Erinnerungen an seine Arbeit unter Stoiber erzählt. Dazu zählte auch die Bundestagswahl im Jahr 2002, als Stoiber gegen Gerhard Schröder (SPD) verlor. Söder schob die Schuld an der damaligen Schlappe auf den CDU-Politiker Wolfgang Schäuble. Dieser habe erklärt, bei dem Krieg auf Seiten der USA zu stehen. Dadurch habe er es Schröder möglich gemacht, mit der Opposition gegen den Krieg Sympathien und Wählerstimmen zu sammeln. Dann sagte Söder: „Manch einer macht die Fehler immer wieder“.

Nach der Bundestagswahl: Markus Söder (CSU) hat bei der Feier zu Edmund Stoibers Geburtstag gegen Armin Laschet (CDU) gestichelt.

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Nach der Bundestagswahl: Markus Söder (CSU) hat bei der Feier zu Edmund Stoibers Geburtstag gegen Armin Laschet (CDU) gestichelt.

Vermutlich jeder Anwesende verstand die Anspielung so: Mit seiner Äußerung meinte Söder Schäubles Einsatz für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten und die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl. Wieder habe sich Schäuble auf die falsche Seite gestellt.

Nach Stichelei: Laschet revanchiert sich

Laschet, der immer mehr Druck aushalten muss, revanchierte sich in seiner Rede: „Früher haben sich CDU und CSU ergänzt. Einer hat CDU gewählt, weil es die CSU gab.“ Dann richtete Laschet sich direkt an Stoiber: „Du hast die Union nach der Flüchtlingskrise wieder zusammengebracht. Das kommt uns vor, als wäre es lang her. Aber das war erst vor vier Jahren.“

Stoiber mahnte beide: „Am Ende können wir nur gemeinsam etwas für Deutschland erreichen.“ Im späteren Verlauf gingen sich Söder und Laschet beim Stehempfang aus dem Weg. Gegen 20.50 Uhr verließen beide kurze Zeit nacheinander den Empfang – keine Stunde nach den Reden. (Jan Wendt) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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