Medizin Nobelpreis 2021

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Medizin-Nobelpreis 2021: David Julius, Ardem Patapoutian und die Chili-Schote


  • Tobias Utz

    VonTobias Utz
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In Stockholm wurde der Medizin-Nobelpreis verliehen. Die Auszeichnung geht 2021 an David Julius und Ardem Patapoutian. Das sind die Gewinner.

Stockholm – Der Medizin-Nobelpreis geht im Jahr 2021 in die Forscher David Julius und Ardem Patapoutian. Zuvor hatten sich beispielsweise unter anderem die Biontech-Gründer aus Mainz, Özlem Türeci und Ugur Sahin, Hoffnung auf den Preis gemacht.

Im Kontrast zu den beiden standen die tatsächlichen Nobelpreisträger kaum in der Öffentlichkeit, weshalb sie kurz vorgestellt werden müssen.

Medizin-Nobelpreis 2021: David Julius gewinnt

David Julius ist Sinnesphysiologe und Professor an der Universität von Kalifornien. Er wurde unter anderem am MIT in Cambridge ausgebildet. Julius trug in den vergangenen Jahren maßgeblich zur Erforschung bestimmter Rezeptoren bei, welche beispielsweise auf den Neurotransmitter Serotonin reagieren. Dabei konzentrierte er sich auf molekularen Eigenschaften und die Funktionsweise.

Julius entdeckte unter anderem den sogenannten Capsaicin-Rezeptor, der maßgeblich an körperlichen Reaktion auf Reize wie die Temperatur beteiligt ist. Dadurch konnte zum Beispiel eine Therapie für das chronische Schmerzsyndrom entwickelt werden. Seine Forschung spielt allerdings auch in der Behandlung von Krankheiten wie Krebs eine Rolle.

Bei seiner Forschung in Sachen Sinnesphysiologie war David Julius vor allem an der Wahrnehmung der Schärfe durch unsere Geschmacksorgane interessiert, wenn der Mensch beispielsweise eine Chili-Schote ist. Er entdeckte den zuständigen Rezeptor und stellte dabei fest, dass es derselbe war, der auch für die Wahrnehmung von Hitze verantwortlich ist.

Medizin-Nobelpreis 2021: Ardem Patapoutian gewinnt ebenfalls

Ardem Patapoutian ist Molekularbiologe. Er forscht – ähnlich wie David Julius – in Kalifornien, allerdings am Scripps Reserach Institut. Das zentrale Forschungsfeld von Patapoutian ist die menschliche Sensorik. Er geht der Frage nach, wie wir Berührungen über unsere Haut wahrnehmen. Dabei erforschte er unter anderem die sogenannte Signaltransduktion und entdeckte den sogenannten Piezo-Kanal.

Der Wissenschaftler trug maßgeblich dazu bei, neuartige Rezeptoren zu verstehen. Beispielsweise konnte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass bestimmte Rezeptoren bei Temperaturempfang eine Rolle spielen. (tu)

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