Ein Grundschüler während des Lernens. Jungen haben mit Online-Lernangeboten mehr zu kämpfen als Mädchen. (Archivbild)

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Lernen während der Corona-Pandemie: Große Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen


  • Marvin Ziegele

    VonMarvin Ziegele
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Durch Distanzunterricht und Online-Angebote während der Schulschließungen in der Corona-Pandemie haben Jungen stärke Lerneinbußen erfahren.

Frankfurt – Schüler haben in der Corona-Pandemie durch Schulschließungen und Homeschooling stärkere Lerneinbußen erfahren als Schülerinnen. Das zeigt eine Studie der Pädagogischen Psychologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Die Studie wurde bereits im Frühsommer 2021 veröffentlicht. Nun haben die Verfasser der Studie ein Beratungsangebot für Jugendliche entwickelt.

Im Rahmen der Studie wurden Detailauswertungen weltweiter Studien über die Auswirkungen der Coronabedingten Schulschließungen untersucht. Darin wurden die Leistungen und Kompetenzen von Schüler:innen berechnet. Das Ergebnis: Mädchen profitieren vom Online-Unterricht mehr als ihre gleichaltrigen Mitschüler. Jungen seien demnach weniger in der Lage gewesen, ihr Lernen zu strukturieren, wodurch sich die Lernzeit drastisch reduzierte.

Studie zeigt: Jungen leiden unter stärkeren Lerndefiziten während Schulschließung

„Bildungsbenachteiligungen gab es vor und während der Pandemie. Und es wird sie auch danach geben“, sagt Dr. Thomas Dreisörner, der einer der Verfasser der Studie ist. „Die Pandemie hat aber wieder einmal wie unter einem Brennglas gezeigt, wo Kinder und Jugendliche besonders gefährdet sind. Es ist jetzt an der Zeit, mit wissenschaftlich fundierten Angeboten diese Bildungsbenachteiligungen zu kompensieren.“

Die Verfasser der Studie bieten daher ein Beratungsangebot für besonders gefährdete Jugendliche der Klassen 9 bis 12 an. Interessierte Jugendliche können an einem Online-Screening teilnehmen. Das Screening soll den Stand ihrer Leistungen in Mathematik, ihre Motivation zum Lernen sowie den Umgang mit Medien erfassen. Das erklärte Ziel ist es, Schüler:innen mit Schwierigkeiten beim Lernen längerfristig zu motivieren.

Corona-Schulschließungen: Beratungsangebot soll Schüler:innen helfen

Auch sollen sie durch die Beratung besser in der Lage sein, sich weniger von medialen Inhalten ablenken zu lassen. Die Beratungsstelle MainKind wird von Professur von Prof. Andreas Frey, der Pädagogische Psychologie mit Schwerpunkt Beratung, Diagnostik und Evaluation lehrt und einer der Verfasser der Studie ist, wissenschaftlich geleitet. (Marvin Ziegele)

Claudia Römer und Petra Schmidt versuchen als Sozialarbeiterinnen, den Schülerinnen und Schülern aus der Isolation nach den coronabedingten Schulschließungen in Hessen herauszuhelfen.

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