Jens Spahn (CDU), geschäftsführender Bundesminister für Gesundheit

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++ Jetzt live: Corona-Impfung – Biontech-Begrenzung: „Für die Booster-Impfung ist die Wahl des mRNA-Impfstoffs egal“


  • Sonja Thomaser

    VonSonja Thomaser
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Es hagelt Kritik, weil das Gesundheitsministerium die Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff deckelt. Minister Jens Spahn sieht keine Alternative. Um 10 Uhr äußert er sich live in einer Pressekonferenz.

  • Deutschland in der Corona*-Krise: Jens Spahn* gibt eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage.
  • Der Gesundheitsminister der CDU* spricht über eine Begrenzung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer* bei den Auffrischungen.
  • Auch über alternative Corona-Impfstoffe* wie der von Moderna* soll gesprochen werden.

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+++ 10.18 Uhr: „Wir müssen das Geschenk der sicheren Impfstoffe unbedingt annehmen“, erklärt Leif Sander. Die Impfquote sei einfach noch zu niedrig, das sehe man an der aktuellen Lage. Aber auch die Delta-Variante sorgt dafür, dass sich auch Geimpfte „wieder am Infektionsgeschehen beteiligen“.

Alle Daten würden dafür sprechen, dass es auf ein Drei-Dosen-Schema hinauslaufen wird, so Sander. Mit der dritten Impfung werden die Gedächtniszellen noch mal aktiviert. Zwar liegen für die Bosster-Impfung für Biontech die meisten Daten vor, aber „beide Impfstoffe wirken sehr sehr gut“. Für Sander ist klar: „Für die Booster-Impfung ist die Wahl des mRNA-Impfstoffs egal.“

+++ 10.12 Uhr: „Beide Impfstoffe sind sicher, beide Impfstoffe sind für Booster-Impfungen zugelassen“, erklärt Klaus Cichutek. Er betont auch noch einmal die Wichtigkeit und den Sinn der Booster-Impfungen.

+++ 10.09 Uhr: Zwar spiele es auch mit rein, dass der Moderna-Impfstoff verbraucht werden müsse, aber der Mangel an Biontech spiele hier die größte Rolle. Und: „Beide Impfstoffe sind wirksam und sicher“, so Spahn.

+++ 10.07 Uhr: Spahn ist es wichtig zu betonen, dass es sich bei der Biontech-Alternative Moderna um einen guten und sicheren Impfstoff handelt. Der Grund für die Biontech-Begrenzung liege daran, dass sich die Biontech-Lager einfach so schnell leeren. Biontech Impfstoff wird nicht zurückgehalten – wie manche Medien behauptet hätten, so Spahn.

+++ 10.02 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Gemeinsam mit Jens Spahn werden sich der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek und der Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Berliner Charité, Leif Erik Sander zur Biontech-Thematik äußern.

Berlin – Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hat die heftig kritisierten Bestellobergrenzen* für Corona-Impfstoff von Biontech erneut verteidigt. „Ich kann‘s deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach ’ne Frage der verfügbaren Menge ist“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung* „Berlin direkt“. „Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.“

Die Nachfrage sei wahnsinnig gestiegen in den vergangenen zwei Wochen, „wir werden allein ab morgen sechs Millionen Biontech-Dosen ausliefern“, erläuterte Spahn. Durch diese massive Nachfrage laufe „unser Biontech-Lager gerade leer“. „Und es ist einfach so, dass ich im Moment (…) – also ab übernächster Woche, wenn jetzt die große Lieferung war – nicht mehr als zwei bis drei Millionen Impfdosen Biontech zur Verfügung habe.“ Er räumte ein: „Das hätten wir klarer noch kommunizieren müssen.“
Es gebe aber mit dem Impfstoff von Moderna eine gute, genauso wirksame Alternative. „Also, die entscheidende Botschaft ist: Impfstoff ist genug da“, unterstrich Spahn.

Jens Spahn (CDU), geschäftsführender Bundesminister für Gesundheit

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Jens Spahn (CDU), geschäftsführender Bundesminister für Gesundheit.

Jens Spahn* will sich ab 10 Uhr bei einer kurzfristig angekündigten Pressekonferenz in Berlin zum Impfen mit Moderna und Biontech äußern. Mit dabei sind zwei Impfstoff-Experten: der Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Berliner Charité, Leif Erik Sander, und der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek.

Corona-Impfung: Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten. Aktuell mache der Impfstoff von Biontech über 90 Prozent der Bestellungen aus.

Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Für Bestellungen von Moderna soll es keine Höchstgrenzen geben. Bis Jahresende gebe es mit insgesamt rund 24 Millionen Dosen von Biontech und 26 Millionen von Moderna genug Impfstoff für alle. Bundesländer und Ärztevertreter kritisierten die Ankündigung scharf. Die Booster-Impfungen nehmen inzwischen Fahrt auf, es gibt Sorgen, dass die Biontech-Deckelung das ausbremsen könnte.

Deckelung von Biontech: Kritik von FDP und CDU

Die Kritik an der Ankündigung riss unterdessen nicht ab. Nach Ansicht der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion*, Christine Aschenberg Dugnus, hat Spahn „sich und der Impfkampagne mit seiner Ankündigung keinen Gefallen getan“. „Wir brauchen keine neue Diskussion über Impfstoffe, sondern müssen möglichst viel impfen“, sagte sie der Welt (Montag). „Die Ärztinnen und Ärzte haben durch das angerichtete Chaos jetzt zusätzliche Aufklärungsarbeit, die besser beim Impfen eingesetzt wäre.“

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ von einem „ganz falschen Signal“. Es sei ein riesiges Problem, „wenn wir im Moment alle Kräfte bündeln, um zu impfen“, dass dann der in Deutschland beliebteste Impfstoff begrenzt sei in seiner Verfügbarkeit. Seine Erwartungshaltung an die Bundesregierung sei, „dass wir jetzt alles daran setzen, genügend von dem Pfizer/Biontech-Impfstoff zur Verfügung zu haben“.

Corona-Impfung: Zögern und Unsicherheiten durch Biontech-Mangel befürchtet

Ärztevertreter hatten auf viele praktische Probleme hingewiesen, die die Entscheidung mit sich bringen könnte. Befürchtet wird, dass Menschen, die schon Auffrischungsimpfungen mit Biontech vereinbart haben, zögern könnten, wenn ihnen Moderna angeboten wird, und dass in den Praxen durch viele Nachfragen und Umbuchungen deutliche Mehrarbeit entsteht. Moderna wird außerdem nur für Menschen ab 30 und nicht für Schwangere empfohlen.

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, betonte, die Impfstoffe von Moderna und Biontech seien nahezu „baugleich“. „Daher ist es für die meisten Personen unproblematisch, wenn sie statt Biontech jetzt Moderna bekommen, und zwar egal ob Erstimpfung oder Booster*“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. (sot mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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