Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sitzt in der Bundespressekonferenz.

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Jens Spahn: Gesundheitsminister kandidiert nicht für CDU-Vorsitz – aber dafür Braun?


  • Tanja Kipke

    VonTanja Kipke
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Die CDU sucht einen neuen Vorsitzenden und Nachfolger des gescheiterten Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Jens Spahn will sich offenbar nicht auf den Posten bewerben.

Update vom 10. November, 19.20 Uhr: Seine Pflichten als Fachminister im Kampf gegen die Corona-Pandemie ließen sich mit einem innerparteilichen Wahlkampf um die CDU-Führung nicht verbinden. So habe der Gesundheitsminister seine Entscheidung in der Fraktionssitzung begründet, wie die Nachrichtenagentur AFP von Teilnehmern erfuhr. Spahn erklärte,  er wolle sich bis zum Ende seiner Amtszeit als Gesundheitsminister „ganz auf die Bewältigung der Pandemie konzentrieren“. Eine Präferenz für einen der Anwärter auf den Parteivorsitz habe er nicht erkennen lassen.

Wer wird Laschets Nachfolger in der CDU? Helge Braun erwägt offenbar Kandidatur

Nach Informationen der Welt begründete Spahn seinen Verzicht auch mit dem Wunsch vieler in der Partei nach personeller Erneuerung. „Mein Eindruck ist es im Übrigen, dass für viele unserer Mitglieder der gewünschte Neuanfang an der Spitze der Partei aktuell nicht mit den Gesichtern der bisherigen Regierung verbunden wird“, zitierte die Zeitung den Minister.

An anderer Stelle zeichnete sich in der Fraktionssitzung eine Überraschung ab: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) erwägt eine Kandidatur*. Er kann offenbar auf Rückendeckung aus seinem Landesverband Hessen zählen. Bildungsstaatssekretär Michael Meister empfahl Braun im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) als neuen CDU-Vorsitzenden. „Helge Braun ist ein kluger Kopf mit Ideen für die Zukunft“, sagte Meister. „Er kann präzise Botschaften formulieren und durchdringt komplexe Sachverhalte.“ Braun wäre „eine Alternative zu männlichen Bewerbungen aus NRW“.

Erstmeldung vom 10. November, 17.38 Uhr:

Berlin – Jens Spahn wolle nicht CDU-Vorsitzender werden. Dies teilte er nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion mit, wie ntv berichtet. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister wolle sich demnach „vollständig auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren“, heißt es weiter.

CDU sucht neuen Parteivorsitz: Spahn galt als möglicher Bewerber

Spahn habe als möglicher Bewerber um den Posten gegolten. Bereits 2018 war er angetreten und musste den Sieg letztlich Annegret Kramp-Karrenbauer überlassen, die damals zur CDU-Chefin gewählt wurde. Im vergangenen Jahr unterstützte Spahn die Kandidatur von Armin Laschet und kandidierte nicht selbst. Wie offenbar auch in diesem Jahr.

In einer jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online wurden Unionswähler gefragt, wen sie sich als neuen Vorsitzenden der CDU wünschen. Merz führt demnach klar mit 43 Prozent, Norbert Röttgen folgt auf dem zweiten Platz mit 22 Prozent. 

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