Auf diesem Foto, das von der Raumfahrtagentur Roskosmos veröffentlicht wurde, hilft ein Rettungsteam der russischen Raumfahrtagentur dem Raumfahrtteilnehmer Yusaku Maezawa kurz nach der Landung der russischen Raumkapsel Sojus MS-20 etwa 150 km südöstlich der kasachischen Stadt Zhezkazgan, Kasachstan, aus der Kapsel zu steigen.

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ISS: Weltraumtourist landet auf der Erde – und hat schon neue Pläne


  • Delia Friess

    VonDelia Friess
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Der japanische Weltraumtourist Yusaku Maezawa ist von der ISS zurückgekehrt. Nun hat der Milliardär schon weitere Pläne für das All.

Kasachstan – Der Japaner Yusaku Maezawa ist von seinem Ausflug zur Internationalen Weltraumstation ISS zurückgekehrt und am Montag (20.12.2021) auf der Erde gelandet. Das teilte die russische Raumfahrtbehörde mit, mit deren Raumschiff der Milliardär zur ISS geflogen worden war. Maezawa, sein Assistent Yozo Hirano und der russische Kosmonaut Alexander Musirkin landeten demnach in der Wüste von Kasachstan.

Die Landung war wohl stürmisch, aber problemlos: In der Steppe von Kasachstan wurden die drei bei Nebel und Eiseskälte aus dem Landemodul geholt. „Der Crew geht es gut“, erfuhr ein Kommentator von Nasa TV aus dem russischen Kontrollzentrum. Der Japaner, der durch Online-Versandhandel zum Milliardär wurde, verbrachte zwölf Tage auf der ISS. Seinen Aufenthalt hielt er in kurzen Videos, die auf seinem YouTube-Kanal gezeigt werden, fest.

Weltraumtourismus: Japaner flog mit russischem Raumschiff zur ISS

Maezawa war der erste Weltraumtourist der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos seit 2009. Russland beendete die Beförderung von Tourist:innen ins All, als die US-Raumfahrtbehörde ihr Space-Shuttle-Programm einstellte. Von da an buchte die Nasa Plätze in Raumkapseln von Roskosmos, um US-Astronautinnen und Astronauten zur ISS zu bringen.

Auf diesem Foto, das von der Raumfahrtagentur Roskosmos veröffentlicht wurde, hilft ein Rettungsteam der russischen Raumfahrtagentur dem Raumfahrtteilnehmer Yusaku Maezawa kurz nach der Landung der russischen Raumkapsel Sojus MS-20 etwa 150 km südöstlich der kasachischen Stadt Zhezkazgan, Kasachstan, aus der Kapsel zu steigen.

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Yusaku Maezawa ist wieder auf der Erde.

Im Jahr 2020 begann dann das US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk mit seinem Raumschiff „Crew Dragon“ Astronautinnen und Astronauten zur ISS zu bringen. Dadurch bekam Yusaku Maezawa die Chance auf sein Ticket ins All.

Wie viel der Weltraumtourist für sein Ticket ins All zahlte, ist nicht bekannt. Laut Space Adventures soll es sich um ein teures Vergnügen handeln: Die Preise ins All liegen bei 50 bis 60 Millionen Dollar (45 bis 53 Millionen Euro). Maezawa kann sich das leisten: Laut dem US-Magazin Forbes steht er auf der Liste der reichsten Japanerinnen und Japaner auf Platz 30.

Elon Musk und Co.: Wie der Weltraumtourismus Fahrt aufnimmt

Roskosmos will das Geschäft mit dem Weltraumtourismus nach eigenen Angaben weiter ausbauen. Auch die private Konkurrenz plant weitere Unternehmungen ins All. Im September organisierte SpaceX von Elon Musk mit seiner dreitägigen Mission „Inspiration4“ den ersten rein touristischen Flug in einer Erdumlaufbahn. Auch die Pläne des japanischen Weltraumtouristen Maezawa sind ambitioniert: 2023 will er wieder an Bord gehen. Dann plant SpaceX eine Mondumrundung mit acht Hobby-Astronaut:innen.

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Weltraumtourismus scheint zu boomen: Auch Blue Origin, das Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, absolvierte bereits zwei Flüge außerhalb der Erdatmosphäre mit Weltraumtouristinnen und Weltraumtouristen an Bord. Und auch Milliardär Richard Branson erlebte mit einem Raumschiff seines Unternehmens Virgin Galactic einige Minuten im Weltall. Erst kürzlich wurde Elon Musk für seine Innovationskraft vom Time-Magazin als „Persönlichkeit des Jahres“ gekürt.

Der Weltraumtourismus steht aber auch in der Kritik: So kritisierte der linke US-Politiker Bernie Sanders, dass Weltraumtourismus zwar eine aufregende Idee sei, man sich aber auf die Probleme der Erde und ein Steuersystem fokussieren solle, damit Kinder nicht hungern müssten, niemand mehr obdachlos sein müsse und alle Amerikaner:innen einen Zugang zu einer Krankenverischerung haben könnten. (df/AFP)

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