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Iran: Oberster Anführer teilt Video, das Attentat auf Donald Trump zeigt


  • Lukas Rogalla

    VonLukas Rogalla
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Ein skurriles Animationsvideo zeigt, wie der Iran Rache an „Qasem Soleimanis Mörder“ verübt – und zwar in Mar-a-Lago, dem Golfresort von Donald Trump.

Teheran – Das Attentat auf den iranischen General Qasem Soleimani in Bagdad liegt etwas mehr als zwei Jahre zurück. Donald Trump, damals US-Präsident, hatte den Befehl zum Drohnenangriff gegeben. Soleimani war Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der Revolutionsgarde – die USA machten ihn für den Tod von tausenden Leuten verantwortlich.

Doch im Iran war er nicht nur beim Militär hoch angesehen, sondern auch in der Bevölkerung. Hinter dem Obersten Anführer Ajatollah Ali Khamenei galt Soleimani als eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Landes. Der Iran schwor Rache. Und der Ajatollah zeigt, wie so ein Racheakt aussehen könnte.

Iran: Tod des Top-Generals Qasem Soleimani liegt zwei Jahre zurück

Zwei Jahre nach dessen Tod gedenkt der Iran Qasem Soleimani. Wie die Führung des Landes ihre Wut und Trauer verarbeitet, sieht man in einem Video, das der Oberste Anführer der Islamischen Republik, Ali Khamenei, auf seiner offiziellen Website veröffentlicht hat. Die Animation zeigt Donald Trump, womöglich den damaligen Außenminister Mike Pompeo sowie Freunde bei einer Partie Golf in Mar-a-Lago, Trumps Resort in Florida. Gleich zu Beginn läuft bedrohlich anmutende Musik.

Donald Trump

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Muss sich Donald Trump Sorgen machen?

Zu sehen ist dann ein kleiner Roboter auf vier Rädern, der unter einem Zaun hindurch in Mar-a-Lago eindringt, sich der Gruppe um Trump nähert und sie ins Visier nimmt. Dann zeigt das Video die Sicht einer Drohne, die über dem Golfresort kreist sowie den Raum, aus dem Drohne und Roboter scheinbar gesteuert werden. Vor dem mutmaßlichen Drohnenpiloten, der übrigens noch das Betriebssystem Windows Vista nutzt, sind ein großer und zwei kleine Bildschirme angebracht. Einer dieser kleinen Bildschirme zeigt unter anderem ein Foto von Qasem Soleimani, der mehrmals auf Fotos im Video erscheint.

Iran: Oberster Anführer fantasiert von Attentat auf Donald Trump

Der Drohnenpilot hält einen Zettel mit Worten auf Farsi hoch. Dann ist auf dem Bildschirm zu sehen, wie gerade etwas „gehackt“ wird. Auf Englisch erscheint der Satz: „Soleimains Mörder und derjenige, der den Befehl gab, werden den Preis dafür zahlen.“ Diese Nachricht erscheint auch auf den Handys von Trump und Co., bevor es mutmaßlich zur tödlichen Drohnenattacke kommt. Das angedeutete Blutbad sieht man nicht. Das Video zeigt nur, wie Knöpfe gedrückt werden, während Donald Trump anvisiert wird. Es endet mit den Worten: „Revenge Is Definite“ – was bedeutet, dass es definitiv Rache geben wird – auf Englisch und auf Farsi.

Es ist nicht das erste Video dieser Art. Eins, das im Mai letzten Jahres veröffentlicht wurde, zeigt, wie das US-Kapitol in die Luft gesprengt wird sowie eine bewaffnete Invasion Jerusalems, Hauptstadt von Israel. Schon zum ersten Todestag Soleimanis hatte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim ein Bild veröffentlicht, das Donald Trump beim Golf im Schatten einer Kampfdrohne zeigt. Die Nachricht war ähnlich: „Rache ist unvermeidlich.“ Und eine Tochter des einstigen Top-Generals soll Trump als „besiegt, isoliert und gebrochen“ bezeichnet haben, als dieser das Weiße Haus nach der US-Wahl 2020 verlassen musste. Der damalige Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte am letzten Tag von Trumps Amtszeit, dass seine Regierung nun „in Schande in die Mülltonne der Geschichte absteige“.

Attentat auf Qasem Soleimani: Iran droht Donald Trump mit Rache

„Trump hat die Ermordung des Generals persönlich angeordnet und muss daher als Hauptmörder in einem internationalen Gericht verurteilt werden“, sagte der iranische Präsident Ebrahim Raisi vergangene Woche laut Angaben der Nachrichtenagentur Isna. „Sonst droht ihm die Rache des muslimischen Volkes.“ Der Angriff auf Qasem Soleimani sei einer auf das gesamte iranische Volk gewesen.

Der Iran trauert um Qasem Soleimani

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Der Iran trauert um Qasem Soleimani und schwört Donald Trump Rache. (Archivfoto)

Aus der Sicht Teherans habe der General den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region verhindert. Der Iran forderte zuletzt in einem Schreiben an den Leiter der UN-Vollversammlung eine Resolution gegen die Ermordung Soleimanis. In der Islamischen Republik ist er ein Nationalheld, die USA sehen ihn hingegen als Terroristen und militärisches Gesicht der iranischen Einmischung in die Nachbarländer der Region. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

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