Die drei Tiefgaragenplätze sind in der Nähe des Ausgangs.

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Hanau: Rassistische und homophobe Hetze gegen „Vielfalt-Parkplätze“


  • Gregor Haschnik

    VonGregor Haschnik
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Rechte und Homophobe verschwören sich im Netz gegen Hanaus neue „Vielfalt-Parkplätze“. Stadtrat Thomas Morlock (FDP) und die städtische Firma wehren sich gegen die Behauptungen.

Hanau – Kürzlich veröffentlichte die städtische Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) eine Mitteilung über drei neue „Vielfalt-Parkplätze“ in der Tiefgarage am Markt, die an Regenbogenfarben zu erkennen sind und in der Nähe des Ausgangs liegen, wo auch Videoüberwachung stattfindet. Stadtrat Thomas Morlock (FDP) sprach von einem „Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit“. Vorgestellt wurden die Plätze mit Silas Kropf und Paul Kühle vom Verein CSD Hanau, die der HPG für die „gute Idee für mehr Offenheit und Sicherheit“ dankten. In der Erklärung steht, dass die Parkplätze „insbesondere auch Menschen zur Verfügung stehen, die einen besonderen Bedarf nach Schutz und Sicherheit im öffentlichen Raum haben“.

Dann berichtete „Bild“ von einer „schrägen Idee“. In Hanau würden Stellplätze für „LGBTQs und Migranten gebaut“, „Extra-Parkplätze“ für „Schwule, Lesben, Transgender und Migranten“. Rhetorisch wurde gefragt, seit wann Schutz nur eine Frage von Herkunft und sexueller Orientierung sei. Später hätte Morlock auf „Bild“-Anfrage zurückgerudert. Die Darstellung griffen etwa Politiker der teils rechtsextremen AfD und andere Vertreter:innen des rechten Rands dankbar auf. Im Netz wurden viele rassistische und homophobe Kommentare abgegeben, die HPG heftig attackiert.

„Vielfalt-Parkplätze“ in Hanau: Zusammenhang mit Migranten erfunden

Weder diese noch Morlock hatten jedoch behauptet, dass die Plätze ausschließlich für die genannten Gruppen seien und Sicherheit von der Zugehörigkeit zu diesen abhänge. Der Zusammenhang mit „Migranten“, der für viel Empörung sorgte, stand gar nicht in der Pressemitteilung. Die Garagen der HPG sind übrigens an anderen Stellen ebenfalls videoüberwacht und in der Nähe von Ausgängen gibt es zum Beispiel auch Frauenparkplätze.

„Alle können die ’Vielfalt-Parkplätze‘ nutzen. Wir wollten ein Zeichen für ein vielfältiges Hanau setzen“, sagte Morlock der FR. Es gebe nichts „zurückzurudern“, im Gegenteil. Die zum Teil strafrechtlich relevanten Kommentare zeigten, dass „das Signal notwendig ist und wir weiter in die gleiche Richtung rudern sollten“, so Morlock. Der CSD Hanau fragte: „Wie kann eine in sechs verschiedenen Farben gestrichene Wand eine derartige Empörung auslösen?“ Bei den Plätzen, deren Nutzer:innen kein bestimmtes Kriterium erfüllen müssten, gehe es um eine Botschaft: Die Regenbogenflagge symbolisiere gesellschaftliche Vielfalt. Bei der Aufregung dränge sich der Eindruck auf, dass die Aktion „von einigen Menschen missverstanden werden will“. (Gregor Haschnik)

Im Juli feierten rund 8500 Menschen den Christopher-Street-Day auf dem Frankfurter Römerberg.

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