Mangold ist besonders reich an Vitamin K. Außerdem enthält die Pflanze auch wertvolle Mineralstoffe sowie die Vitamine A und E.

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Gesundheit: Vitamin-K-Mangel: Blaue Flecken – Bei welchen Symptomen Sie reagieren sollten


  • Sophia Lother

    VonSophia Lother
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Für die Gesundheit ist Vitamin K enorm wichtig. Symptome wie Nasenbluten können auf einen Mangel hinweisen. Wann Sie handeln sollten.

Frankfurt – Vitamin K ist für die Gesundheit wichtig. Und doch handelt es sich um ein Vitamin, das eher selten im Fokus steht. Es hilft bei der Blutgerinnung und trägt zu gesunden Knochen bei. Ein Mangel sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Doch worum handelt es sich bei Vitamin K und auf welche Symptome sollte geachtet werden? Ein Überblick.

Genau genommen handelt es sich bei Vitamin K nicht um ein Vitamin an sich, vielmehr sind darunter mehrere, unterschiedliche K-Vitamine zusammengefasst. Sie wandeln Einweißstoffe um und bilden Eiweißbausteine, die beispielsweise für die Blutgerinnung wichtig sind. Zudem helfen sie auch bei der Bildung von Proteinen, die für Nieren, Knochen und Blut-Plasma enorm wichtig sind. Doch wie kommt der Körper an das wichtige Vitamin?

Vitamin-K-Mangel: Wie kann es über die Ernährung aufgenommen werden?

Die K-Vitamine werden, wie auch Vitamin A, D und E, am besten aufgenommen, wenn sie mit Fett zugeführt werden. Mehrere Nahrungsmittel sind laut dem MSD Manual und der Verbraucherzentrale besonders gute Lieferanten. Dazu zählen:

  • Rapsöl
  • Spinat, Blattkohl oder Grünkohl
  • Brokkoli
  • Hülsenfrüchten wie Sojabohnen
  • Eigelb, Fleisch und Milchprodukte (Nutztiere nehmen Vitamin K über Nahrung auf)

Vitamin-K-Mangel vorbeugen: Welches Vitamin ist wo enthalten?

Die in Pflanzen enthaltene Form von Vitamin K wird Phylloquinon genannt. Vor allem Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse sind gute Lieferanten. Sie enthalten neben dem K-Vitamin übrigens auch viel Magnesium, wodurch auch hier einem Mangel vorgebeugt werden kann.

Darüber hinaus existiert unter anderem noch das Menaquinon. Es wird von den darmeigenen Bakterien selbst hergestellt. Auch in Nahrungsergänzungsmitteln ist es häufig enthalten. Zwar genügt bei den meisten gesunden Menschen in Deutschland, die durch die Nahrung aufgenommene Menge des Vitamins, doch in manchen Fällen kann es auch zu einem Vitamin-K-Mangel kommen.

Vitamin-K-Mangel: Auf welche Symptome sollte man achten?

Liegt ein Mangel an Vitamin K bei Erwachsenen vor, dann kann dies laut dem MSD Manual zu Blutungen führen. So können sich beispielsweise große blaue Flecken bilden, oder es kann zu Nasenbluten oder Zahnfleischbluten kommen. Auch innere Blutungen sind möglich, die sich durch Blut im Urin oder Stuhl bemerkbar machen können, aber nicht müssen.

Nasenbluten kann ein möglich Symptom von Vitamin-K-Mangel sein.

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Nasenbluten kann ein möglich Symptom von Vitamin-K-Mangel sein. (Symbolbild)

Gravierend kann ein Vitamin-K-Mangel außerdem für Neugeborene sein. Wie das Manual angibt, kann dadurch eine sogenannte „hämorrhagische Krankheit“ ausgelöst werden. Sie äußert sich durch eine Blutungsneigung und kann im schlimmsten Fall zu lebensgefährlichen Hirnblutungen führen. Vor der Geburt enthalten Babys noch nicht ausreichend Vitamin K und die körpereigene Herstellung ist anfangs noch nicht möglich. Besonders diejenigen, die gestillt werden, sind gefährdet, da durch die Muttermilch nur geringe Mengen des Vitamins abgegeben werden. Zur Vorbeugung erhalten Neugeborene in der Regel zusätzlich Vitamin K. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) empfiehlt hierzu in einer Stellungnahme: „Die wirksamste Form der Vitamin-K-Prophylaxe ist die einmalige intramuskuläre Gabe von 1 mg Vitamin K1 rasch nach der Geburt“.

Vitamin K: Symptome eines Mangels

  • Große blaue Flecken
  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Blut im Urin oder Stuhl
  • Blutiges Erbrechen

Gesundheit: Wie kann es zu einem Vitamin-K-Mangel kommen?

Wie bereits erwähnt ist ein Mangel an Vitamin K bei gesunden Erwachsenen eher selten der Fall. Laut Verbraucherzentrale ist eine chronische Magen-Darm-Erkrankung häufig die Ursache für einen Mangel. Dazu zählen Fettverdauungsstörungen, Morbus Chron, Zöliakie oder das „Kurzdarmsyndrom“, denn dadurch kann Vitamin K nur noch in geringen Mengen aufgenommen werden. Chronische Leberschäden können außerdem dazu führen, dass das wichtige Vitamin nur noch unzureichend verwertet wird.

Ein Mangel kann laut der Zentrale aber auch durch bestimmte Medikamente bedingt sein. Bei der langfristigen Einnahme von Antibiotika beispielsweise. Aber auch eine längere Einnahme von Arzneien gegen Epilepsie oder Tuberkulose, bei Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen oder bei dauerhafter Salicylat-Einnahme wie es beispielsweise in Aspirin enthalten ist. Das MSD Manual nennt auch eine sehr fettarme Ernährung als möglichen Grund für einen Mangel, da dadurch das fettlösliche Vitamin K schwerer aufgenommen werden könne.

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin K: Verbraucherzentrale hat klare Meinung

Für gesunde Menschen sei eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln in der Regel nicht notwendig, erklärt die Verbraucherzentrale. Auch das Bundesamt für Risikobewertung kommt zu dem Schluss: „Aus den Verzehrdaten in Deutschland ergibt sich kein Hinweis für eine unzureichende Versorgung mit Vitamin K in der allgemeinen Bevölkerung und/oder in spezifischen Altersgruppen.“

Ärzt:innen können bei ihren Patientinnen und Patienten einen Mangel entweder durch die Ermittlung des Vitamin-K-Spiegels oder durch Blutgerinnungstests ermitteln, heißt es im MSD Manual. Liegt eine Diagnose vor, dann wird das Vitamin meist entweder oral verabreicht oder injiziert. Außerdem ist es möglich, dass der Arzt oder die Ärztin die Medikamentengabe anpasst, die den Vitamin-K-Mangel hervorgerufen hat. Wie auch beispielsweise bei Vitamin D ist es ratsam, dass vor der künstlichen Zufuhr zuerst ärztlicher Rat gesucht wird. (Sophia Lother)

Dieser Artikel enthält schlicht allgemeine Informationen zu dem jeweiligen Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose, noch der -behandlung oder -medikation. Keinesfalls ersetzt dieser Artikel einen Besuch bei einem Arzt oder einer Ärztin. Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an Ihre Medizinerin oder Ihren Mediziner.

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