Yusuf Yerkel tritt auf einen protestierenden Bergarbeiter ein.

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Frankfurter Stadtregierung muss Stellung beziehen


  • Georg Leppert

    VonGeorg Leppert
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Yusuf Yerkel, der einst einen Bergarbeiter trat, ist in Frankfurt nicht willkommen. Das sollten die Wirtschaftsdezernentin und der Oberbürgermeister öffentlich sagen. Ein Kommentar.

Die türkische Regierung ist nicht dafür bekannt, sonderlich souverän mit Kritik umzugehen. Und es ist nicht anzunehmen, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan die Knie schlottern, wenn er erfahren sollte, dass eine gewisse Frankfurter Wirtschaftsdezernentin oder sogar der Oberbürgermeister der Stadt gegen die Berufung von Yusuf Yerkel zum türkischen Handelsattaché protestieren. Und dennoch wäre es wichtig, wenn Dezernentin Stephanie Wüst (FDP) und Stadtoberhaupt Peter Feldmann (SPD) sich möglichst bald öffentlich und im Namen der Stadtregierung äußern würden, um ganz klar zu sagen: Yerkel ist in Frankfurt nicht willkommen. Eine solche Aussage sind sie schon der großen türkischstämmigen Community in Frankfurt schuldig. Viele Menschen mit türkischen Wurzeln dürften entsetzt über die Personalie sein. Sie sollen wissen, wie sich ihre Heimat Frankfurt dazu positioniert.

Und auch die Industrie- und Handelskammer sollte sich öffentlich äußern. Auch wenn man Yerkels Rolle nicht überhöhen darf: Frankfurter Unternehmen sollten zumindest wissen, mit wem sie demnächst über Geschäfte in der Türkei sprechen.

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