Omid Nouripour, nur echt mit dieser Lederjacke.

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Frankfurter Grüne wollen den Bundestag rocken


  • Thomas Stillbauer

    VonThomas Stillbauer
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Die Kandidatinnen und Kandidaten läuten den Endspurt zur Wahl mit viel Musik ein.

Tanzende Bundestagskandidatinnen sieht man nicht alle Tage – beim offiziellen Wahlkampfhöhepunkt der hessischen Grünen in Frankfurt durchaus. Da rockte Bettina Hoffmann, Direktkandidatin im Schwalm-Eder-Kreis, zum Ärzte-Song „Es wird Zeit für etwas Neues“ und forderte: „Wir brauchen eine Klimaregierung.“

Das forderten, grob gesagt, alle Rednerinnen und Redner des Abends beim Grünen-Gipfeltreffen in der Gaststätte Oosten am Mainufer. Aber sie kamen mit unterschiedlichen Liedern ans Rednerpult. Der Frankfurter Kandidat Omid Nouripour, Wahlspruch „Für Frieden und Eintracht weltweit“, wählte stilecht die Eintracht-Hymne „Im Herzen von Europa“ und gab sich siegesgewiss: „Wenn wir die Stimmung in der Stadt anschauen – willkommen in meinem Wahlkreis!“ Die Grünen hätten eine historische Chance, sagte Nouripour, weil klargeworden sei, „wie dramatisch es unsere Bundesregierung nicht hinkriegt“, in der Pandemie, im Klimaschutz, in der Afghanistan-Politik.

„Nur noch kurz die Welt retten“ war der Motivationssong von Deborah Düring, ebenfalls Frankfurter Wahlkreiskandidatin, die mit dem Song von Tim Bendzko auftrat. Wohnen und der Zugang zur Gesundheitsversorgung seien Grundrechte, die für alle gelten müssten, sagte sie. Ebenso die Bildungsgerechtigkeit: Alle Kinder müssten das Recht auf Ganztagsbetreuung haben, alle jungen Leute die Chance zum Studieren, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern: „Es muss aufhören, dass im Bildungsbereich die Verantwortung von A nach B geschoben wird“, forderte sie.

In der abschließenden Talkrunde verlangte auch die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Wir müssen dringend das Bafög öffnen – wir brauchen junge, kreative Köpfe.“ Das Anliegen von Kabinettskollege Kai Klose: „Kinderrechte in die Verfassung!“ Am Ende tanzten dann alle wieder, diesmal zusammen.

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