Der Berger Markt 2019 hatte noch den Charakter eines Volksfests.

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Frankfurt: Unruhe in der Kulturgesellschaft


  • Florian Leclerc

    VonFlorian Leclerc
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Die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim, die den Stadtschreiberpreis verantwortet, sich eine neue Geschäftsführung. Der Vertrag mit dem früheren Chef wurde im Sommer aufgelöst.

Die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim, die den Stadtschreiberpreis verantwortet, sucht eine neue Geschäftsführung. Der Vertrag mit dem früheren Geschäftsführer und Lektor Alexander Losse wurde im Sommer aufgelöst. Peter Ließmann leitet die Kulturgesellschaft kommissarisch.

Die Autorin und Gästeführerin Annette Friauf fordert die Kulturgesellschaft auf, die Stelle öffentlich auszuschreiben. Eine „Mauschelei“ dürfe es diesmal nicht wieder geben. Alexander Losse hatte die Stelle auf Vorschlag der damaligen Ortsvorsteherin Müller-Friese (CDU) und eines Mitglieds der Stadtschreiberjury erhalten.

„Wir suchen jemanden, der sich mit Finanzen und Buchhaltung auskennt und Veranstaltungen organisieren kann“, sagte die neue Ortsvorsteherin Alexandra Weitzel (Wir Bergen-Enkheimer), die im Aufsichtsrat der Kulturgesellschaft ist. Dazu gebe es Zoom-Konferenzen mit den Gesellschaftern. Die Kulturgesellschaft ist zu 60 Prozent Tochter der Stadt Frankfurt, der Rest gehört der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Vereinsring.

Geschäftsführerin Annette Friauf regt an, ein neues Konzept für den Berger Markt zu entwickeln, der in die Jahre gekommen sei. In Bergen gebe es viele Kreative, Künstler und Künstlerinnen sowie Autorinnen und Autoren, die sich bei der Kulturgesellschaft einbringen wollten. „Man müsste sie nur einbeziehen“, sagte Annette Friauf.

Sie sei in „großer Sorge“ um die Kulturgesellschaft, sagte Friauf. Das Stadtschreiberfest habe Anfang September nur dank vieler freiwilliger literaturaffiner Menschen stattfinden können.

Der Berger Markt wurde abgesagt. Beim Kindertheater, den Konzerten oder Kabarett herrsche seit Ausbruch der Pandemie Stillstand. Auch auf der Frankfurter Buchmesse seien die Absagen von Veranstaltungen der Kulturgesellschaft Thema gewesen, berichtete sie. Das Kulturdezernat teilte dazu auf Anfrage mit, die Ausfälle seien der Corona-Pandemie geschuldet. Neben dem Stadtschreiberfest seien bewusst nur wenige Lesungen angeboten worden. Für das kommende Jahr sei wieder ein größeres Angebot geplant, abhängig von der Infektionslage, hieß es.

Stadtschreiberin in Bergen-Enkheim ist derzeit die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger. Der Stadtschreiberpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro dotiert, hinzu kommt das Wohnrecht im Haus „An der Oberpforte 4“.

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