Umweltzone in Frankfurt: Zufahrt nur mit grüner Plakette.

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Frankfurt: Stadtteile im Osten wollen in die Umweltzone


  • Florian Leclerc

    VonFlorian Leclerc
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Frankfurt hat eine Umweltzone, die allerdings nicht das gesamte Stadtgebiet umfasst. Dagegen begehren die Stadtteile Seckbach, Riederwald und Fechenheim nun auf.

Die Stadtteile Seckbach, Riederwald und Fechenheim sollen Teil der Frankfurter Umweltzone werden. Das soll die Stadtverordnetenversammlung beschließen, fordert der Ortsbeirat 11.

In Frankfurt wurde die Umweltzone 2008 eingeführt, als eine der ersten in Deutschland. Seit 2012 dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette in die Umweltzone fahren – es kostet 80 Euro Geldbuße, wenn man mit Auto ohne grüne Plakette erwischt wird. Die Umweltzone umfasst allerdings nicht das gesamte Stadtgebiet, sondern nur die Stadtteile innerhalb des Autobahnrings. Der Ring wird im Westen durch die A5, im Süden durch die A3 und im Osten und Norden durch die A661 begrenzt. Anders in Offenbach – dort ist die gesamte Stadt eine Umweltzone.

Ist die Umweltzone noch zeitgemäß?

Die Frankfurter Umweltzone ist aus Sicht des Ortsbeirats 11 nicht zeitgemäß. „Die Stadtteile Fechenheim, Riederwald und Seckbach haben mindestens genauso Anspruch darauf, geschützt zu werden wie andere Frankfurter Stadtteile“, teilte das Gremium mit. „Hier ist ein Tätigwerden unverzüglich notwendig.“

Die drei östlichen Stadtteile seien von hohen Schadstoffausstößen belastet. In Fechenheim gebe es drei Kraftwerke in der Hanauer Landstraße: ein Ölheizkraftwerk, eine Biomasseverbrennungsanlage, in der auch Eisenbahnschwellen verbrannt würden, und ein Braunkohlestaubkraftwerk. In Seckbach seien zahlreiche Rechenzentren angesiedelt, die bis zu 16 Dieselkraftwerke hätten, so viele wie auf Kreuzfahrtschiffen. Im Riederwald herrsche Dauerstau auf der Straße am Erlenbruch, wo die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) überschritten würden. Stickstoffdioxid könne beim Menschen Atemnot, Bronchitis, Lungenödeme und Infektanfälligkeit auslösen, hob der Ortsbeirat hervor.

Feinstaub werde für Schleimhautreizungen, lokale Entzündungen in der Luftröhre und den Bronchien sowie Gefäß- und Herzkrankheiten verantwortlich gemacht. Der Straßenverkehr gelte als eine der Hauptquellen für diese Schadstoffe.

Eine Ausweitung der Umweltzone steht nicht im Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, FDP und Volt im Römer. „Wir müssen prüfen, ob die Umweltzone noch das richtige Instrument ist“, sagte Katharina Knacker, die mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Eine grüne Plakette erhielten Autos auch mit Euronorm 4 und 5.

Hingegen glaubt der Ortsbeirat 11, bisher habe man die Stadtteile im Osten außen vor gelassen, weil diese am stärksten belastet seien und nicht genug dagegen unternommen worden sei.

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