Befreit Radwege von Eis und Glätte: Eines von fünf Streu- und Kehrfahrzeugen der FES.

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Frankfurt: Glatteisfrei durch den Winter


  • Clemens Dörrenberg

    VonClemens Dörrenberg
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Stadt und FES stellen schmale Streufahrzeuge für Radwege vor, die auch als Kehrfahrzeuge genutzt werden.

Spiralförmig verteilt das kleine Streufahrzeug die Salzlauge auf dem Fahrradweg an der Friedensbrücke und am Schaumainkai. Ein rotierender Teller am Heck des Gefährts schleudert die weißen Körner auf den Asphalt. In der Größe eines üblichen Kehrfahrzeuges ist es bedeutend kleiner als große Streulaster für Straßen und kann nur durch die kompakte Größe auf dem etwa zwei Meter breiten Radweg manövriert werden. Insgesamt fünf dieser schmalen Streufahrzeuge hat das Stadtreinigungsunternehmen FES entwickelt und setzt sie seit November ein, um Radelnden das Leben bei Kälte und Nässe etwas zu erleichtern.

Am Donnerstag haben Verantwortliche der Stadt und der FES eines der Streufahrzeuge vorgestellt. „Wenn Fahrradfahren eine Ganzjahresmöglichkeit sein soll, muss der Winterdienst dazugehören“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Er bezeichnete den Dienst als „Daseinsvorsorge“.

Jährlich investiert die Stadt dafür rund 200 000 Euro. Mit der Summe werden die Personalkosten und die Anschaffung der fünf Streufahrzeuge gedeckt. „Wir wollen, dass Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen“, betonte Umweltdezernentin und FES-Aufsichtsratsvorsitzende Rosemarie Heilig (Grüne). Zur Schonung von Pflanzen und Tieren werde „nicht mit Split“, sondern mit einem „Salz-Wasser-Gemisch“ gestreut, betonte die Umweltdezernentin. Weil das Salz aber Metall rosten lässt, riet FES-Geschäftsführer Dirk Remmert: „Dagegen hilft nur regelmäßiges Putzen.“ Er berichtete außerdem, dass die Streufahrzeuge im Frühjahr zu Kehrfahrzeugen umgerüstet werden könnten.

Winterdienst

Auf 153 Kilometern Radwege setzt die FES ihren Winterdienst ein. Fünf Touren hat sie dafür konzipiert. Die erste führt größtenteils durch Sachsenhausen, an der Mörfelder-, Oppenheimer sowie Darmstädter Landstraße entlang sowie über die Untermain- und Osthafenbrücke.

Tour zwei verbindet die Quartiere von Bornheim bis Riederwald und Bergen-Enkheim. Über die Friedensbrücke führt die dritte Route durch Gutleut und Gallus, an Messe und Hauptbahnhof vorbei, durch Bockenheim bis zur Hansaallee. Neben der Saalburg- und Wittelsbacher Allee kontrolliert die FES auch die Hanauer Landstraße auf Glätte und streut, wenn nötig.

Im Norden werden außerdem Hügel- und Eschersheimer Landstraße sowie Marbachweg bedient und bei Tour fünf sind Radwege in Höchst und Unterliederbach, etwa über die Schwanheimer Brücke, dabei. cd

Genaue Glättekontrollen

Bei den fünf Betriebsstätten der FES seien in Frankfurt so viele Touren entwickelt worden, wie am ehesten Bedarf für den Winterdienst auf Radwegen bestehe. „Im Stadtgebiet ist die Glättegefahr nicht überall gleich“, sagte Remmert.

An Flüssen sei sie etwa besonders hoch, daher würde nicht nur an der Friedensbrücke, sondern auch an weiteren Mainquerungen wie der Flößerbrücke und auf einigen Wegen entlang des Ufers gestreut werden. Mit Messstationen sowie durch Sicherheitskontrollen von FES-Mitarbeitenden am frühen Morgen würden die zentralen Routen auf Glätte geprüft. „Wenn es friert, ist das Unglück schon geschehen“, sagte Remmert. Daher sei es wichtig, präventiv zu arbeiten.

Christoph Rembow, Leiter des Winterdienstes bei der FES, teilte mit, dass es in dieser Saison bislang 14 Einsätze mit den kleinen Streufahrzeugen gegeben habe und lediglich „drei Volleinsätze“ mit den großen Autos. „Morgen soll es neblig werden“, sagte er und weiter: „Das bedeutet viel Feuchtigkeit auf dem Boden.“ Deshalb würden die kleinen Streufahrzeuge auch morgen in aller Frühe gegen fünf Uhr wieder ausrücken, um die Radwege zu enteisen.

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