Robert Lambrou, Partei- und Fraktionschef der AfD in Hessen, könnte sein Parteiamt in Frankfurt an einen noch rechteren Rechten verlieren.

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Frankfurt: AfD in Hessen vor Richtungsentscheidung – Parteitag wählt neuen Vorstand

  • VonMirko Schmid
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Die Hessen-AfD sucht in Frankfurt einen neuen Vorstand. Vier Bewerber kandidieren um den Vorsitz, doch statt zwei könnte es auch nur noch einen Chefposten geben. 

Frankfurt – Doppelspitze oder doch nur ein Vorsitzender? Etabliertes Personal oder „Flügel“-Freund? Vier Kandidaten wollen auf dem Landesparteitag der AfD* in Frankfurt ihren Hut in den Ring werfen. Die hessische AfD* steht somit vor einer richtungsweisenden Vorstandswahl.

Aber auf dem Landesparteitag am kommenden Samstag (20.11.) in Frankfurt wird nicht nur über die neue Parteispitze abgestimmt. Gemäß der vorliegenden Tagesordnung soll auch darüber entschieden werden, ob die hessische AfD wie bisher von einer Doppelspitze geführt wird – oder eben nur noch von einem Vorsitzenden.

Spitze der AfD in Hessen herausgefordert von „Flügel“-Anhänger und Gegner der Corona-Maßnahmen

Die amtierenden Vorstandssprecher (so nennen sich die Parteivorsitzenden in Hessen) sind Landtags-Fraktionschef Robert Lambrou sowie Klaus Herrmann. Beide Politiker wurden vor zwei Jahren noch knapp im Amt bestätigt. Lambrou kam seinerzeit auf 58,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Herrmann, im Landtag in Wiesbaden Lambrous Vize, holte gerade einmal 50,1 Prozent und wäre somit fast gescheitert.

Nach Angaben eines Parteisprechers treten neben der amtierenden Doppelspitze mit Lambrou und Herrmann auch die Landtagsabgeordneten Volker Richter und Andreas Lichert zur Wahl an. Richter, auch er firmiert als Vizechef der Landtagsfraktion, gilt als Kritiker der staatlichen Corona*-Maßnahmen. Der Abgeordnete Lichert galt als Anhänger des „Flügel“ um Rechtsaußen Björn Höcke*.

AfD in Hessen: Eine Frau wird wohl nicht Chefin der AfD

Der inzwischen formal aufgelöste „Flügel“ wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet. Einer seiner zentralen Akteure des Netzwerks war der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke. Der oder die hessischen Landessprecher der AfD werden auf zwei Jahre ins Amt gewählt. Zu verkraften hat die AfD in Hessen einen Absturz bei der Bundestagswahl auf 8,8 Prozent – 3,1 Prozent weniger als vier Jahre zuvor.

Eine Frau wird sich allem Anschein nach nicht um den Chefposten der AfD in Hessen bewerben, sodass es dabei bleiben könnte, dass die Hessen AfD sich lediglich zwischen Lambrou, Herrmann, Richter und Lichert entscheiden darf. (Mirko Schmid mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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