Ruckzuck ins Team integriert: Kristijan Jakic.

Eintracht Frankfurt: Trainer Oliver Glasner unter Druck – Ein Sieg tut Not, Details wollten wir unter der Überschrift Eintracht Frankfurt: Trainer Oliver Glasner unter Druck – Ein Sieg tut Not für Sie, liebe Leserinnen und Leser, mitteilen. Details zu unseren News mit dem Titel Eintracht Frankfurt: Trainer Oliver Glasner unter Druck – Ein Sieg tut Not finden Sie in unserem Artikel..

Eintracht Frankfurt: Trainer Oliver Glasner unter Druck – Ein Sieg tut Not


  • Thomas Kilchenstein

    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht Frankfurt steht vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln schon mit dem Rücken zur Wand

Frankfurt- Der Frankfurter Trainer Oliver Glasner befindet sich aktuell mittlerweile in einer ähnlichen Situation, in der vor drei Jahren auch Landsmann Adi Hütter steckte, ein Sieg nach einem Stotterstart müsste her. Hütter, ebenfalls mit vier Punkten aus fünf Spielen gestartet, verlangte schlicht vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 einen Dreier, daran führe kein Weg vorbei. Der Sieg gelang, 4:1, und Hütter, frisch aus der Schweiz gekommen, hatte seine erste Hürde genommen.

Oliver Glasner sollte sich jetzt – bei vier Punkten aus fünf Spiele – nicht mehr allzu viel Zeit lassen mit dem ersten Sieg in Frankfurt, er ist aber weit davon entfernt, diesen Pflichtsieg einzufordern. Dazu wirkt der Gegner an diesem Samstag, der 1. FC Köln, deutlich stabiler, deutlich selbstbewusster als seinerzeit Hannover. „Eine große Herausforderung“, nennt er diese Partie. Ungemütlich ist die Lage allemal, zumal in der darauffolgenden Woche Royal Antwerpen und der FC Bayern München Gegner sind, jeweils auswärts. Glasner – diese Plattitüde sei erlaubt – steht unter Druck, die Mannschaft steht unter Druck. Ein Sieg würde fürs Erste für Ruhe sorgen.

Eintracht Frankfurt: Die Lockerheit fehlt

Ein bisschen hat der Fußballlehrer nun die Sorge, dass die Spieler – in bester Absicht – verkrampfen könnten. Er weiß ja: „Die Jungs opfern sich auf, sie wollen unbedingt diesen Sieg, dieses Tor.“ Was ihnen aber, neben der Genauigkeit bei den Entscheidungen im letzten Drittel, abgeht, ist eine gewisse Lockerheit. „Wenn du locker bist, flutscht es von selbst“, sagt der 47 Jahre alte Coach. Momentan aber „flutscht“ nicht so viel bei Eintracht Frankfurt, es harkt und klemmt an vielen Stellen, trotz enormen Eifers und Willens, trotz riesigen Engagements, das Glasner nicht müde wird hervorzuheben. Ein Beispiel nur: Eintracht Frankfurt ist die Mannschaft, die in diesen fünf Bundesligaspielen die zweitmeisten Kilometer abgespult hat, 590,1, nur Arminia Bielefeld schaffte mehr (591,2), der VfL Wolfsburg etwa, letzter Frankfurter Gegner, aber bislang ungeschlagen, lediglich 558 Kilometer.

Es liegt also nicht am Willen, sondern an der Qualität. Glasner hat zwei Tage vor dem Köln-Spiel wieder moniert, dass Positionsspiel und Staffelung noch Wünsche offen ließen, dass weiterhin zu viele falsche Entscheidungen in der gefährlichen Phase getroffen würden, zu spät abgespielt oder zu schlampig oder der richtige Moment für den Torabschluss verpasst werde. All diese Dinge erforderten Zeit und intensives Training, beides steht angesichts der vielen Englischen Wochen und Länderspieleinsätzen nicht zur Verfügung. Das nervt den Coach ein wenig, „Geduld“, sagt er, „ist eine Facette, die ich kaum habe.“ Sein Rezept für die Behebung der Probleme: „Dafür bedarf es Coaching, Analyse und Spiele, Spiele, Spiele.“

Fest steht aber auch: Mit dem kompletten Kader kann der Trainer erst seit 14 Tagen arbeiten, Sam Lammers und Kristijan Jakic kamen erst auf den letzten Drücker dazu. Glasner legt sein Augenmerk also darauf, dass sich die Mannschaft findet, einspielt und zu einer Einheit wird. In dieser „Findungsphase“ aber ist das Team noch, deshalb will er „nicht alle drei Tage das System verändern.“ Der Österreicher hält an seiner 4-2-3-1-Formation fest. „Das heißt aber nicht, dass wir in den nächsten zehn Spielen mit der gleichen Startelf beginnen werden.“

Eintracht Frankfurt: Spielt Dreierkette keine Rolle mehr?

Viele Möglichkeiten, Gravierendes zu ändern, hat er ohnehin nicht, sofern die über Jahre hinweg funktionierende Dreier-Kette keine Rolle mehr spielt. Leidtragender der neuen Ausrichtung ist da etwa Makoto Hasebe, den Glasner als „phantastischen Menschen und Sportler“ adelte, vor dem er „riesen Respekt“ habe. Er ist aber ebenso außen vor, wie Tuta oder Aymen Barkok.

Und Filip Kostic schien sich im alten System auf dem linken Flügel auch wohler zu fühlen als jetzt weiter zentral. Dennoch sind dem Serben, der dieser Tage dem Coach unter vier Augen mitgeteilt hat, sich nicht mehr vom umstrittenen Fali Ramadani und der Agentur Lian beraten zu lassen, auch in veränderter Position zuletzt sehr verlässlich Tore und Vorlagen gelungen. Kostic besitze die „herausragende Eigenschaft, auch unter höchstem Druck den freien Mann zu finden“, lobte Oliver Glasner. Trotzdem hatte er den 28-Jährigen, immer für eine Spiel entscheidende Aktion gut, im Wolfsburg-Spiel eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt. Und es gab einige, die der festen Überzeugung sind, mit Kostic hätte die Eintracht in den letzten Minuten, da Wildwest-Fußball angesagt war, diese Partie noch zu ihren Gunsten entschieden.

Kostic wird also am Samstag sicher in der Anfangsformation stehen, auch Martin Hinteregger, der wegen Schmerzen in der Schulter am Donnerstag pausiert hat. Christopher Lenz hingegen nicht, ihn erwartet man erst nach der Länderspielpause Mitte Oktober zurück. Auch hinter dem Einsatz von Jesper Lindström steht ein Fragezeichen, nach einem Pressschlag mit Evan Ndicka musste er das Mittwoch-Training abbrechen.

Bir cevap yazın