Rosemarie Heilig (Mitte) erzählt etwas zum Lohrberg.

Durch Wind und Wetter bis zum Gipfel, Details wollten wir unter der Überschrift Durch Wind und Wetter bis zum Gipfel für Sie, liebe Leserinnen und Leser, mitteilen. Details zu unseren News mit dem Titel Durch Wind und Wetter bis zum Gipfel finden Sie in unserem Artikel..

Durch Wind und Wetter bis zum Gipfel


  • Clemens Dörrenberg

    VonClemens Dörrenberg
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Umweltdezernentin Rosemarie Heilig führt Interessierte zum Lohrberg und Berger Hang.

Mit Sonne, Regen, Wolken und Wind macht der „Wilde Sonntag“ von und mit Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Sonntagnachmittag seinem Namen, zumindest meteorologisch, alle Ehre. Nach den beiden ersten wilden Sonntagen des Jahres mit Besuchen im vergleichsweise wetterfesten Palmengarten sowie Senckenbergmuseum bekommen die knapp 40 Teilnehmenden bei der dritten Ausgabe die Natur in abwechslungsreichen Facetten zu spüren.

An der Basis des Spaziergangs, am Ende des Kastanienweges auf dem Lohrberg ziehen zunächst üppigen Grillwolken als beißender Dunst durch den Park. Erstmal klärt die Umweltdezernentin, den Wanderrucksack geschultert, auf: „Viele denken, der Lohrberg ist der höchste Berg von Frankfurt“. Doch weit gefehlt. Obwohl der Anstieg dorthin anderes vermuten lassen würde, sei es die Warte am Berger Hang. Durch die Grillkohleschwaden geht es zunächst vorbei an Frankfurts einzigem, städtischen Weinberg, mit fantastischem Ausblick, der allwochenendlich wohl mit dafür verantwortlich ist, dass dort zig Autos mit teils weit entfernten und unbekannten Kfz-Kennzeichen den Berger Weg dicht parken und ihre ganz eigenen Wolken hinterlassen.

Freizeitwegenetz in Planung

Ilka Seeger, vom Umweltamt, zeigt hier und da, wo Pfade wie Grüngürtel und Quellenwanderweg gekreuzt werden beziehungsweise parallel verlaufen. Am Mainäppelhaus vorbei, wo sich die Gruppen später vereinen sollten, geht es dann tatsächlich noch höher hinaus, auf dem Klingenweg Richtung Berger Warte und Leopoldsäule in weniger bekannte und menschenleerere Gefilde ohne lästige Rauchwolken, dafür mit einem sich zuziehenden Himmel. Auf freiem Feld ist das aber schon ein lohnenswerter Anblick, vor allem für alle, die mit regenfester Kleidung und Schirmen vorgesorgt haben. Und während die eine Gruppe so furchtlos und gut gewappnet in Richtung Gewitterwolken läuft, zieht sich auch die zweite Gruppe zurück und verpasst den Anstieg zu Frankfurts höchstem Punkt.

Seeger berichtet währenddessen von einem geplanten „Freizeitwegenetz im Zuges des Flurbereinigungsverfahrens“. Immerhin beginnt nicht weit von diesen Trampelpfaden die Hohe Straße als Teil der Via Regia. Ein Teilnehmer schlägt prompt eine Ampel am alten jüdischen Friedhof vor. Seeger antwortet, es sei sinnvoll „Erholungsgebiete zu verbinden“, verweist aber gleichzeitig darauf, dass die Wegenetz-Pläne noch in den Kinderschuhen steckten. Einige andere der Teilnehmenden entdecken indes ganze eigene Höhepunkte in Form von Brombeeren, die in Hecken unterhalb der Berger Warte wachsen. Als Teil eines „flächenhaften Naturdenkmals“, wie Seeger berichtet. Praktisch am Gipfel Frankfurts, der Berger Warte angekommen wird die Gruppe von Denkmalamtsleiterin Andrea Hampel begrüßt, die bei Nieselregen über die Geschichte des Turms informiert. Beim Abstieg scheint dann schon wieder die Sonne.

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