Großer Andrang herrschte bei der Impfaktion im „Changó“ im Bahnhofsviertel.

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Discothek Changó in Frankfurt: „Impfung bei Latin Music“


  • Georg Leppert

    VonGeorg Leppert
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Kerry Reddington lädt zum Piks im Frankfurter Bahnhofsviertel ein. Vor allem Migrantinnen und Migranten kommen, wie er im Interview erklärt.

Durch die Münchener Straße im Frankfurter Bahnhofsviertel zog sich am Freitag eine lange Schlange. Grund: In der Discothek „Latin Palace Changó“ wurde gegen das Coronavirus geimpft. Die FR sprach mit dem Organisator der Aktion, dem Frankfurter Geschäftsmann Kerry Reddington, der auch Mitglied in der Kommunalen Ausländervertretung ist.

Herr Reddington, sind Sie zufrieden mit der Resonanz?

Das ist Wahnsinn hier, das ist bombastisch. Die Schlange geht bis hinter zum „Irish Pub“. Das sind fast 100 Meter. Wir mussten schon mittags Impfstoff nachbestellen und haben beim Gesundheitsamt nach mehr Personal gefragt. Am Ende des Tages werden wir 400 oder 500 Impfungen gemacht haben.

Vorwiegend Booster?

Booster, aber auch Erstimpfungen. Das hält sich die Waage. Etwa 50:50, würde ich sagen.

Warum sind viele Menschen, die vor dem „Changó“ stehen, vollkommen ungeimpft?

Weil sie bisher nicht erreicht wurden. Es gab echt Probleme mit der Kommunikation. Wir erreichen sie. Wir impfen mitten im Bahnhofsviertel. Hier leben auch viele Migrantinnen und Migranten. Die werden geimpft, und dann sagen sie ihren Leuten: Hey, geht ins „Changó“, da bekommt ihr eure Impfung, und sie ist kostenlos. Rund 70 Prozent der Menschen, die sich hier impfen lassen, sind Migrantinnen und Migranten.

Wie läuft die Impfung ab?

Völlig unkompliziert und ohne viel Bürokratie. Man stellt sich in die Schlange, muss vielleicht etwas warten, und im „Changó“ wird man dann vom Personal aus dem Gesundheitsamt geimpft. Boostern ist erst sechs Monate nach der Zweitimpfung möglich, aber sonst können alle kommen. Im „Changó“ ist übrigens tolle Stimmung. Ich organisiere das Angebot ja gemeinsam mit dem Besitzer, Ferdinand Hartmann. Er sorgt für Latin Music beim Impfen, und danach gibt es kolumbianische Süßigkeiten.

Es gab bisher drei Impfaktionen im „Changó“. Sind weitere geplant?

Auf alle Fälle. Wir bekommen viel Unterstützung, auch aus der Politik. Etwa von Yanki Pürsün, dem Fraktionschef der FDP im Römer. Ich gehe davon aus, dass wir fortan jeden Freitag hier impfen werden.

Interview: Georg Leppert

Kerry Reddington (l.) will jetzt jeden Freitag im „Changó“ impfen lassen.

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Kerry Reddington (l.) will jetzt jeden Freitag im „Changó“ impfen lassen.

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