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Dezernent Majer sieht exponentiellen Infektionsanstieg in Frankfurt


  • Steven Micksch

    VonSteven Micksch
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Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer berichtet im Ausschuss über die Corona-Lage in der Stadt. Zwei Altersgruppen sind aktuell besonders betroffen.

Im Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt Frankfurt hat Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Donnerstagabend über die Corona-Situation in der Stadt berichtet. Er sprach von einem exponentiellen Wachstum bei den Neuinfektionen. 1777 Infizierte mehr als am Vortag gab es am Donnerstag. Die Inzidenz stieg dadurch auf 795,8.

In den Frankfurter Krankenhäusern waren 40 Intensivbetten belegt, auf den Normalstationen waren es 145. Majer betonte, dass sich die aktuellen Infektionen durch alle Altersgruppen ziehen würden. Zu beobachten sei aber, dass die unter Sechsjährigen und die über 60-Jährigen aktuell deutlich unterdurchschnittlich betroffen seien. Bei den 15- bis 19-Jährigen sowie den 20- bis 35-Jährigen gebe es eine deutlich überdurchschnittliche Quote.

80 Prozent der Fälle seien auf Omikron zurückzuführen. Die Variante sei damit dominierend. „Omikron ist Corona, auch in Frankfurt“, sagte Majer.

Der Dezernent erklärte, dass die PCR-Testkapazitäten nicht mehr ausreichen würden, wenn die Entwicklung so weitergehe. Dies betreffe die verfügbaren Tests, aber auch die Kapazitäten in den Laboren. Kommunal sei dies aber nicht steuerbar.

Die Kapazitäten des Frankfurter Impfzentrums waren in den zurückliegenden Wochen immer weiter ausgebaut worden. Mittlerweile so weit, dass es ein „höheres Angebot als Nachfrage im Impfzentrum“ gebe. Man könne und müsse deswegen weiter für das Impfen werben. Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Peter Tinnemann, fügte hinzu, dass die Leute auch gern wieder spontan und ohne Termin zum Impfen kommen könnten. Auf Nachfrage sagte er, dass es keine telefonische Anmeldemöglichkeit für das Zentrum gebe.

In Hessen insgesamt sind binnen 24 Stunden fast 8000 neue Corona-Infektionen und teils deutliche Anstiege bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Kommunen registriert worden. Am Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 468,2 nach 417,6 am Vortag.

Innerhalb eines Tages wurden 7895 Neuinfektionen sowie 15 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es damit 526 589 Corona-Fälle in Hessen. 8661 Menschen starben an oder mit dem Erreger. Der wichtige Wert zur Einschätzung der Pandemie-Lage, die Hospitalisierungsinzidenz, lag laut Sozialministerium am Donnerstag bei 3,05 nach 3,11 am Vortag. Er gibt an, wie viele Covid-19-Patient:innen pro 100 000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden.

Neun Kommunen gelten mittlerweile als Corona-Hotspot. Dies gilt, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über dem Wert 350 liegt. Damit treten in betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten verschärfte Kontakt- und Hygieneregeln in Kraft. Dazu gehören ein Alkoholverbot an belebten Orten und Plätzen sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen. Bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sowie im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich, in der Gastronomie sowie bei touristischen Übernachtungen gilt drinnen die 2G-Plus- und draußen die 2G-Regel.

16 Kommunen über 350

Hotspot-Kommunen sind in Hessen die Städte Frankfurt mit einer Inzidenz von 795,8, Wiesbaden (622,4), Darmstadt (598,7) und Offenbach (523,3), Kassel (468), der Hochtaunuskreis (528,9) sowie die Landkreise Offenbach (458,3), Fulda (534,5) und Darmstadt-Dieburg (455,8). Ab Freitag gelten auch der Kreis Groß-Gerau und der Main-Kinzig-Kreis als Hotspot, teilte das Sozialministerium mit. In insgesamt 16 Kommunen lag die Inzidenz am Donnerstag über dem kritischen Wert von 350.

In den Intensivstationen der hessischen Krankenhäuser lagen am Donnerstag laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 212 erwachsene Patient:innen mit einer Covid-19-Infektion; 122 von ihnen mussten beatmet werden. mit dpa

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