Corona in Deutschland

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Corona-Regeln: 2G oder 3G? Was jetzt wo in Deutschland gilt


  • Tobias Utz

    VonTobias Utz
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Mit steigenden Fallzahlen entwickelt sich ein neuer Flickenteppich an Corona-Regeln in Deutschland: Ein Überblick, was in welchem Bundesland gilt.

Frankfurt – Deutschland befindet sich mitten in der vierten Corona-Welle*. Auf steigende Neuinfektionen reagiert die Politik nun mit neuen Regelungen. Zentrales Instrument der derzeitigen Pandemiephase sind die 2G- beziehungsweise 3G-Regelungen. Hintergrund dessen ist, dass vor allem ungeimpfte Personen auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser liegen, teils mir schweren Verläufen der Krankheit Covid-19.

Für Markus Söder*, Ministerpräsident von Bayern, handelt es sich mittlerweile um eine „Pandemie der Ungeimpften“. Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach* sieht das ähnlich, wie er jüngst bei Anne Will* in der ARD* betonte: „Ungeimpfte sind die Treiber der Pandemie.“

Corona-Regeln: 2G oder 3G? – Ein Überblick, was in welchem Bundesland gilt

Allerdings sind es vor allem die Bundesländer die nun aktiv werden – und neue Corona-Regeln beschließen.

Corona in Deutschland

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Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich erneut. (Screenshot)

3G, 3G Plus, 2G und 1G

Was bedeuten die Corona-Regeln eigentlich?*

Daraus ergibt sich ein Flickenteppich. Ein Überblick, was nun in welchem Bundesland gilt:

  • Bayern: In Bayern gilt ein Ampel-System als zentraler Anhaltspunkt für Corona-Regeln. Seit Montag (08.11.2021) steht die bayerische Ampel auf Rot. Deshalb gilt nun flächendeckend die 2G-Regelung. Personen, welche die Gastronomie oder Veranstaltungen in den Bereichen Kultur und Sport besuchen wollen, müssen entweder doppelt geimpft sein oder von Covid-19 genesen. Eine Sondersituation stellt der Friseurbesuch dar. Für sogenannte körpernahe Dienstleistungen gilt das 3G-Prinzip. Allerdings reicht dafür kein negativer Schnelltest aus, ein negativer PCR-Test muss vorgelegt werden. Schwangere, unter 12-jährige Kinder sowie Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können, sind davon ausgenommen.

    Dem Einzelhandel obliegt es, ob die 2G-Regel angewandt wird. Allerdings beinhaltet die Maskenpflicht beim Einkaufen mittlerweile FFP2-Masken. Weiterhin gilt das Abstandsgebot von 1,5 Metern, neben dem Einzelhandel auch im ÖPNV. Was auf Weihnachtsmärkten in Bayern an Corona-Regeln gelten soll, ist bislang unklar. Derzeit wird über eine Maskenpflicht im Freien und ein Nachweissystem vor Ort diskutiert.

  • Nordrhein-Westfalen: NRW setzt in der Corona-Pandemie ebenfalls auf Warnstufen, allerdings auf keine Ampel. Dort gilt landesweit vor allem die 3G-Regel. Die Landesregierung um den neuen Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einen erneuten Lockdown bereits verneint. Um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, reichen für Ungeimpfte in NRW negative Schnelltests aus.

    Weiterhin kommt der Maskenpflicht eine entscheidende Rolle zu – allerdings nicht mehr in den Schulen, dort wurde sie in den Innenräumen abgeschafft. Für Weihnachtsmärkte gibt es noch keine konkreten Regelungen. Die Landesregierung behält sich allerdings vor, auf weiter steigende Corona-Fallzahlen ebenfalls mit dem 2G-Modell zu reagieren, wie mehrere Verantwortliche bereits betonten.

  • Hessen: In Hessen gilt ebenfalls ein Corona-Stufenplan. Seit Montag (08.11.2021) setzt die Landesregierung um Ministerpräsident Volker Bouffier auf das 3G Plus-Modell. Zentraler Aspekt dessen ist, dass negative Schnelltests für Ungeimpfte nicht mehr ausreichen, falls sie gewisse Veranstaltungen besuchen wollen. Stattdessen sind negative PCR-Tests notwendig.*

    Für Weihnachtsmärkte in Hessen wurden noch keine Corona-Regeln definiert. Derzeit wird diskutiert, ob gewisse Landeskreise dabei auf 2G setzen.

  • Baden-Württemberg: Die Landesregierung um Ministerpräsident Winfried Kretschmann setzt auf ein Warnsystem in der Pandemie, das ebenfalls verschiedene Stufen hat. Ähnlich wie in Hessen, gilt landesweit das 3G Plus-Modell – sprich: Auch in Baden-Württemberg sind negative PCR-Tests statt negativen Schnelltests für Corona-Ungeimpfte notwendig, vor allem in der Gastronomie, Zoos, Fitnessstudios oder Museen.

    In den Schulen gilt weiterhin die Maskenpflicht, so wie auch im Einzelhandel und dem ÖPNV. Es wird damit gerechnet, dass schon bald nicht mehr die „Warnstufe“ gilt, sondern die „Alarmstufe“ ausgerufen wird. Diese würde die 2G-Regel in den genannten Bereichen des öffentlichen Lebens beinhalten. Wie in Bayern wären davon Schwangere, Kinder unter 12 Jahren und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, ausgenommen. Die 2G-Regelung würde dann auch auf Weihnachtsmärkten in Baden-Württemberg gelten.

  • Niedersachsen: Zwar besitzt Niedersachsen auch einen Corona-Stufenplan, dieser gilt jedoch nicht für das komplette Bundesland, sondern auf regionaler Ebene. 2G gilt landesweit als Option für die Gastronomie, den Einzelhandel und sonstige Events. Beschließt ein Landkreis die Regelung, entfallen das Abstandsgebot und Maskenpflicht. Für Weihnachtsmärkte gibt es noch keine speziellen Corona-Regeln.

    Niedersachsen setzt landesweit bislang auf die 3G-Regelung. Für Ungeimpfte reichen negative Schnelltests aus. Möglicherweise könnte auch flächendeckend bald die 2G-Regel gelten, da die Fallzahlen stetig steigen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Corona-Ampel in Mecklenburg-Vorpommern sieht derzeit eine landesweite 3G-Regel vor. Negative Schnelltests reichen somit für Ungeimpfte aus, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

    Im Einzelhandel, in der der Gastronomie oder bei Veranstaltungen in Sport oder Kultur kann auf 2G gesetzt werden. Das ist bei Friseuren, im ÖPNV oder in öffentlichen Einrichtungen nicht möglich. Dafür müsste das Land Mecklenburg-Vorpommern allgemein auf 2G setzen, was offenbar nicht geplant ist.

  • Sachsen: In Sachsen regelt die aktuelle Warnstufe, dass im Bundesland die 2G-Regel gilt – in zahlreichen Bereichen: Fitnessstudios, Kinos, Theater und Museen sind beispielsweise betroffen. Für den Einzelhandel, den Öffentlichen Nahverkehr und Gottesdienste gibt es Ausnahmen.

    In den Ausnahmefällen verweist die sächsische Landesregierung auf die Maskenpflicht sowie das Abstandsgebot. Die 2G-Regelung gilt seit Montag (08.11.2021) und ist Maßstab der derzeitigen Corona-Regeln in Sachsen. Für Weihnachtsmärkte gelten besondere Regelungen: In Flanierbereichen gelten keinerlei Einschränkungen, in Verweilbereichen allerdings 2G.

  • Schleswig-Holstein: Im Vergleich zu Sachsen gilt in Schleswig-Holstein nicht das 2G-Konzept, sondern die 3G-Regelung landesweit. Um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, benötigen Ungeimpfte einen negativen Schnelltest, keinen PCR-Test.

    Eine Verschärfung der Maßnahmen ist laut Angaben der Landesregierung bislang nicht vorgesehen. Für Weihnachtsmärkte gelten noch keine speziellen Corona-Regeln.

  • Sachsen-Anhalt: Auch in Sachsen-Anhalt gilt weitestgehend die 3G-Regelung. Eine Ausweitung auf 2G hält sich die Landesregierung bislang offen.

    Um die Gastronomie besuchen und am kulturellen Leben teilnehmen zu können, benötigen nicht gegen das Coronavirus geimpfte Personen einen negativen Schnelltest. Auf Weihnachtsmärkten entfallen die Corona-Beschränkungen weitestgehend.

  • Hamburg: In Hamburg gilt vor allem das 3G-Modell, 2G ist aber eine Option für die Gastronomie und den kulturellen Bereich. Wo die 2G-Regel gilt, entfallen die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Das ist allerdings bislang nicht der Regelfall. Ungeimpfte reicht ein negativer Testnachweis mithilfe eines Schnelltests aus.

    Die Stimmen in Hamburg, die eine flächendeckenden 2G-Regelung fordern, mehren sich mittlerweile.

  • Berlin: In der Hauptstadt dient das 3G-Modell als Basis. Dennoch können beispielsweise Einzelhandel und Gastronomie individuell entscheiden, ob sie auf 2G setzen wollen. Ist das der Fall, dürfen lediglich Geimpfte und Genesene an Veranstaltungen teilnehmen. Zudem entfallen Maskenpflicht und Abstandsgebot.
  • Allerdings will der Berliner Senat in den kommenden Tagen über ein flächendeckendes 2G-Modell beraten. Hintergrund sind abermals die steigenden Fallzahlen.
  • Brandenburg: In Brandenburg gilt 3G beziehungsweise 3G Plus, abhängig von der Hospitalisierungsrate. Hinzu kommt die 2G-Option in Bereichen wie Kultur und Sport. Auch in Brandenburg gibt es übereinstimmenden Medienberichten zufolge Beratungen, ob 2G flächendeckend eingesetzt werden sollte.
  • Bremen: Bremen setzt – ähnlich, wie viele andere Bundesländer, auf ein Stufenmodell in der Bewertung der Corona-Lage. Die dortigen Fallzahlen ergeben derzeit ein 3G-Modell. Dass 2G eingeführt wird, gilt als unwahrscheinlich.
  • Das Bremer 3G-Modell setzt bei Ungeimpften vor allem auf negative Schnelltests als Nachweis für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
  • Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz gilt aktuell das 3G-Prinzip in zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Hotels, Restaurants und Kinos müssen zum Beispiel bei Ungeimpften den Testnachweis kontrollieren. PCR-Tests sind dabei nicht notwendig.
  • Bislang mehren sich die Hinweise, dass eine Verschärfung – zu einem 2G-Modell – in Rheinland-Pfalz nicht geplant ist.
  • Saarland: Im Saarland gilt 2G. Zur Gastronomie und weiteren Bereichen wie Theatern oder Fitnessstudios erhalten deshalb nur Geimpfte und Genesene Zutritt.

    Als Ausnahme gelten dabei Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können. Zudem gibt es beim Friseur eine Sondersituation: Sind alle sich im Salon befindenden Personen geimpft, genesen oder getestet, entfällt die Maskenpflicht. Das gilt allerdings nicht im Einzelhandel, dort gilt immer die Maskenpflicht.

  • Thüringen: Die Landesregierung hat in Thüringen ein 2G beziehungsweise 3G Plus-Regel erlassen. Diese gilt allerdings auf Landkreisbasis. Das 3G Plus-Modell beinhaltet für Ungeimpfte PCR- statt Schnelltests.

    Allerdings plant die Politik ein flächendeckendes 2G-Konzept einzuführen.

(tu mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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