Ein Polizeiauto fährt durch eine Einkaufsstraße.

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Corona-Proteste in Wien: Tausende Teilnehmer erwartet

Corona-Proteste in Wien: Tausende Teilnehmer erwartet

Österreich geht Montag in den Lockdown. Die FPÖ ruft zum Widerstand auf. Parteichef Kickl kann nicht demonstrieren, weil er positiv auf das Virus getestet wurde.

Ein Polizeiauto fährt durch eine Einkaufsstraße.

Die Impfrate in Österreich gehört zu den niedrigsten in Westeuropa Foto: dpa

WIENap | Nach der Ankündigung eines landesweiten Lockdowns in Österreich haben sich die Behörden in Wien am Samstag auf Proteste mit mehreren Tausend Teilnehmern eingestellt. Zu den Demonstrationen rief unter anderem die rechtsgerichtete Oppositionspartei FPÖ auf. Der Parteivorsitzende Herbert Kickl sprach im Zusammenhang mit dem Lockdown von einer Diktatur.

Der Lockdown in Österreich sollte in der Nacht zum Montag beginnen und zunächst zehn Tage dauern. Danach soll er neu bewertet werden. Im Höchstfall soll der Lockdown 20 Tage gelten. Die meisten Geschäfte werden geschlossen, und kulturelle Veranstaltungen werden abgesagt.

Die Menschen werden ihre Häuser nur aus bestimmten Gründen verlassen können, zum Beispiel, um Lebensmittel einzukaufen, zum Arzt zu gehen oder Sport zu treiben. Ab dem 1. Februar soll zudem eine Impfpflicht gelten. An den Protesten in Wien wird Kickl nicht teilnehmen: Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet und musste sich isolieren.

Die Impfrate in Österreich gehört mit knapp 66 Prozent zu den niedrigsten in Westeuropa. Krankenhäuser warnten bereits, die Intensivstationen erreichten ihr Limit. Die Zahl der täglichen Todesfälle verdreifachte sich in den vergangenen Wochen. Der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg entschuldigte sich am Freitagabend bei allen geimpften Menschen und sagte, es sei nicht fair, dass sie unter dem neuerlichen Lockdown leiden müssten, obwohl sie alles getan hätten, um zur Eindämmung des Virus beizutragen.

Proteste gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wurden auch in anderen europäischen Ländern erwartet, unter anderem in der Schweiz, Kroatien und Italien. Bereits am Freitagabend kam es in Rotterdam bei Protesten gegen neue Corona-Maßnahmen zu schweren Ausschreitungen.

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