Spanien und Portugal gehören zu den Ländern mit den höchsten Impfquoten der Welt.

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Corona in Spanien und Portugal: Hohe Impfquote, niedrige Infektionszahlen


  • Sandra Kathe

    VonSandra Kathe
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Nach heftigen Infektionswellen vor einem Jahr sind die Corona-Zahlen in Spanien und Portugal derzeit auffallend niedrig. Womöglich ein Verdienst der Impfquote.

Madrid/Lissabon – Von einem Corona-Winter mit vierter Infektionswelle, wie er derzeit in vielen Staaten Europas – dem aktuellen Epizentrum der Corona-Pandemie – zu beobachten ist, ist man im Südwesten des Kontinents weit entfernt. In Spanien und Portugal sind jeweils über 80 Prozent der Bevölkerung durchgeimpft, die Kampagnen für die Auffrischungsimpfungen starten und die Inzidenzen liegen – aktuell – teils weit hinter denen vieler anderer europäischer Länder. Und zumindest in Spanien zeichnet sich aktuell nicht mal der Beginn einer neuen Corona-Welle zum Winterbeginn ab.

„Nachdem man in Spanien die meisten Corona-Maßnahmen ausgesetzt hat, sind die Infektionsrate – und vor allem die Hospitalisierungszahlen – weiter gesunken, was in keiner anderen Infektionswelle bislang der Fall war“, erklärte Jesús Rodríguez Baño, Leiter der Virologie am Krankenhaus Virgen de la Macarena in Sevilla in der vergangenen Woche der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet und schlussfolgerte: „Die einzige plausible Erklärung hierfür ist die hohe Impfrate im Land“.

Corona-Zahlen in Portugal und Spanien: Nähert sich Spanien der Herdenimmunität?

Diese Impfrate in Kombination mit einer hohen Anzahl genesener Corona-Patient:innen aus vorherigen Wellen, die kaum in einem anderen Land Europas so heftig verlaufen sind wie auf der iberischen Halbinsel, sorgt immerhin dafür, dass der Artikel im Lancet schon die Frage nach der längst erhofften Herdenimmunität stellt. In Spanien haben sich 10,79 Prozent der 46,7 Millionen Einwohner mit dem Virus infiziert (87.647 sind verstorben), in Portugal waren von 10,2 Millionen Einwohnern 10,84 Prozent infiziert (18.231 Todesfälle).

Während die Zahlen in Portugal wieder langsam steigen (Inzidenz: 82,5) und darum nun die Auffrischungsimpfungen vorangetrieben werden, registriert Spanien (43,3) derzeit eine besonders kleine Anzahl an Neuinfektionen und auch das mehrfach stark überlastete Gesundheitssystem ist weit weg vom Zustand des vergangenen Winters. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, machen Corona-Infizierte in Spanien derzeit 1,5 der Patient:innen in regulären Stationen aus, und 4,4 Prozent derer, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Von 90 Prozent der Intensivpatient:innen sei bekannt, dass sie keinen Impfschutz hätten, in vielen Kliniken machten mehr als die Hälfte ungeimpfte Tourist:innen aus.

Land 7-Tage-Inzidenz (Stand: 12.11.2021) Impfquote
Deutschland 263,6 67,43%
Spanien 43,3 80,08%
Portugal 82,5 87,56%
Österreich 742,5 63,15%
Italien 77,4 72,36%
Frankreich 98,7 68,54%
Großbritannien 355,9 67,36%

Entspannte Corona-Lage in Spanien: Vertrauen der Menschen in die Wissenschaft ist wichtig

„In Spanien vertrauen die Menschen auf den Impfstoff und ihr Gesundheitssystem. Dort, wo die Politiker auf die Wissenschaftler hören, wie in Spanien, ist die Situation besser“, zitiert die FAZ, den für Europa zuständigen WHO-Regionaldirektor Hans Kluge, der entsprechend als Grund für die unterschiedlichen Pandemieverläufe ebenfalls auf die Impfquote und das Vertrauen der Menschen in die Wissenschaft setzt. (ska)

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