Das Impfpflaster aus dem Drucker.

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Corona-Impfung aus 3 D-Drucker – Pflaster macht Nadel unnötig


  • Pamela Dörhöfer

    VonPamela Dörhöfer
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Statt per Spritze könnte die Corona-Impfung bald schon per Pflaster verabreicht werden.

Stanford – Der „kleine Piks“ – er könnte bald nicht mehr die Regel bei der Verabreichung von Impfstoffen sein. Forschende arbeiten insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-Impfung an Alternativen zur Injektion, etwa an Nasensprays oder Schluckimpfungen. Diese Verfahren hätten nicht nur den Vorteil, schmerzfrei zu sein und bei Spritzenphobie das Impfen zu erleichtern, sondern sollen auch besser als eine Injektion in den Muskel eine Immunität in den Schleimhäuten erreichen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Stanford University und der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) haben nun noch eine andere Form der Verabreichung entwickelt: ein Impfpflaster aus dem 3 D-Drucker. Es soll vielseitig bei den verschiedensten Arten von Impfungen einsetzbar sein und einen besseren Schutz bieten als die klassische Injektion, heißt es in einem Bericht im Medizinportal „Medicalxpress“. Ihre Erkenntnisse haben die Forschenden im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht.

US-Forschung: Impfpflaster weisen zehnfache Wirksamkeit zu Nadel-Impfungen auf

Wie bei Sprays und Schluckimpfung soll der Vorteil eines Impfpflasters nicht allein im Verzicht auf den Nadelstich bestehen. Als großen Pluspunkt sehen die Forschenden auch an, dass das Pflaster den Impfstoff direkt in die Haut bringe. Denn diese sei voller Immunzellen, auf die die entsprechenden Vakzine abzielten. So berichtet „MedicalXpress“, dass in Versuchen mit Tieren die Immunantwort auf das Impfstoffpflaster zehnmal größer ausgefallen sei als bei einer Injektion in dem Oberarmmuskel. Gebildet wurden demnach Antikörper, die den jeweiligen Erreger direkt angreifen, und auch T-Zellen, die sich gegen befallene Zellen richten. Auf diese Weise sei es möglich, eine geringere Dosis eines Impfstoffs zu verwenden, um eine ähnliche Immunantwort zu erzeugen wie ein gespritztes Vakzin.

Originalpublikation

www.pnas.org/content/118/39/e2102595118

Außergewöhnlich ist die Machart der neuartigen Pflaster: Sie bestehen aus Mikronadeln, die aus einem 3 D-Drucker stammen und auf einem Polymerpflaster aufgereiht sind. Sie sind gerade lang genug, um den Impfstoff in die Haut abzugeben, wo sie sich dann auflösen. „Mit der Entwicklung dieser Technologie hoffen wir, die Grundlage für eine noch schnellere globale Entwicklung von Impfstoffen in niedrigeren Dosen, die schmerz- und angstfrei gegeben werden können, zu schaffen“, wird der leitende Studienautor Joseph DeSimone, Professor für translationale Medizin und Chemieingenieurwesen an der Stanford University und Unternehmer für 3 D-Drucktechnologie, im „Medicalxpress“ zitiert.

Ohne Arzt und Klinik – Impfpflaster könnten immer und überall eingesetzt werden

Die Mikronadeln könnten leicht an verschiedene Impfstoffe angepasst werden, etwa zum Schutz vor Influenza, Masern, Hepatitis und eben auch Corona. Die Forschenden sehen einen weiteren großen Vorteil darin, dass eine solche Impfung besonders „niederschwellig“ ist, da kein Praxis- oder Klinikbesuch notwendig sei. Die Pflaster könnten ohne besondere Handhabung und Kühlung zu Orten überall auf der Welt hin verschickt werden – wo sich die Menschen die Pflaster dann sogar selbst auf die Haut anbringen könnten.

Hergestellt wurden die neuartigen Impfstoffpflaster an der University of North Carolina in Chapel Hill in einem sogenannten Clip-Prototyp-3D-Drucker, den Studienleiter Joseph DeSimone erfunden und der von dem von ihm mitgegründete Silicon-Valley-Unternehmen „Carbon“ hergestellt wird. (Pamela Dörhöfer)

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