Die Verträglichkeit der Impfstoff-Kombination von Novavax soll insgesamt sehr gut gewesen sein.

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Corona-Impfstoff von Novavax: Wann wird der Totimpfstoff zugelassen?


  • Pamela Dörhöfer

    VonPamela Dörhöfer
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US-Hersteller Novavax hat weitere Tests mit seinem Corona-Impfstoff durchgeführt. Die Ergebnisse fielen positiv aus. Wann wird das Vakzin endlich zugelassen?

Washington – Das US-amerikanische Pharmaunternehmen Novavax meldet positive Ergebnisse aus seiner klinischen Phase-3-Studie zu einer gemeinsamen Verabreichung seines proteinbasierten Covid-Impfstoffs mit einem zugelassenen Impfstoff gegen Influenza. Demnach seien beide Vakzine wirksam geblieben (allerdings nicht in gleichem Maße) und nur selten lokale und systemische (den ganzen Körper betreffende) Reaktionen aufgetreten. Die Studie ist im Fachmagazin The Lancet erschienen.

Demnach büßte der Covid-Impfstoff NVX-CoV2373 durch die Kombination mit einem saisonalen Grippeimpfstoff leicht an Wirksamkeit ein. So sank sie im Durchschnitt von 95 Prozent bei alleiniger Gabe des Covid-Vakzins auf rund 88 Prozent bei der Kombination. Die Immunantwort auf den Grippeimpfstoff hingegen blieb unverändert. Getestet wurde die gemeinsame Verabreichung mit jeweils einem von zwei verschiedenen Vakzinen gegen Influenza des Hersteller Seqirus. Einer war für die Altersgruppe 18 bis 64 Jahre zugelassen, der andere für die ab 65-Jährigen.

Corona-Impfstoff: Traditionelles Vakzin von Novavax kurz vor der Zulassung

Die Verträglichkeit der Impfstoff-Kombination soll insgesamt sehr gut gewesen sein, gleichwohl traten mehr unangenehme Reaktionen auf als nach der alleinigen Verabreichung des Covid-Impfstoffs von Novavax. Dazu gehörten vor allem Druckempfindlichkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Zu anaphylaktischen Schocks als Folge schwerer allergischer Reaktionen kam es in der Studie mit rund 15.000 Teilnehmenden nicht, auch nicht zu Todesfällen.

Der Covid-Impfstoff von Novavax setzt als Antigen auf im Labor hergestellte Fragmente von Virenproteinen, die zu einem Nanopartikel formiert werden; ergänzt werden sie durch einen Wirkverstärker auf Basis des Seifenrindenbaums. Mit diesem eher „klassischen“ Verfahren soll das Vakzin eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die mRNA-Impfstoffe erzielen.

Das Unternehmen aus den USA hat nach mehreren vielversprechend verlaufenen Studien nun die Zulassung in der Europäischen Union beantragt. Die europäische Arzneimittelmittelbehörde EMA teilte mit, sie habe bereits mit der Prüfung begonnen und werde voraussichtlich in einigen Wochen eine Entscheidung bekanntgeben. Mit einer Zulassung könnte Ende dieses Jahres oder Anfang 2022 zu rechnen sein. (Pamela Dörhöfer)

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