FDP-Chef Armin Lindner drückt vor den Sondierungsgesprächen mit der Union aufs Tempo.

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CDU sondiert mit FDP: Lindner zweifelt am Regierungswillen der Union

  • VonMirko Schmid
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Für CDU-Chef Armin Laschet sind die Sondierungsgespräche mit der FDP wohl die letzte Chance, seinen Posten zu halten. FDP-Chef Armin Lindner klingt vor aber alles andere als zuversichtlich.

  • Armin Laschet* führt die CDU* in die Sondierungsgespräche mit der FDP*.
  • Wenn er Bundeskanzler* werden will, braucht er sowohl FDP als auch Grüne*.
  • Die Sondierungen der möglichen Koalitionspartner nach der Bundestagswahl 2021* haben begonnen.

Update vom 03.10.2021, 08.30 Uhr: Bevor die Sondierungsgespräche überhaupt begonnen haben, hat FDP-Chef Armin Lindner schon den Druck auf die Union erhöht. „CDU und CSU müssen klären, ob sie wirklich eine Regierung führen wolllen“, sagte Lindner im Gespräch mit der Bild am Sonntag. „Manche Wortmeldung der CDU spekuliert ja, dass erst Verhandlungen mit der SPD scheitern sollen, bevor die Union wieder ins Spiel kommt. Das kann man unserem Land nicht zumuten.“

Die FDP sei laut Lindner zu ernsthaften Gesprächen mit CDU und CSU bereit. Die Schnittmenge der Liberalen und der Christdemokraten sei ebenfalls größer als die zwischen FDP und SPD. Gleichzeitig drückte der Parteichef aufs Tempo. „Die Welt wartet nicht auf uns“, so Lindner, der eine Regierungsbildung „bis Mitte Dezember“ forderte.

FDP-Chef Armin Lindner drückt vor den Sondierungsgesprächen mit der Union aufs Tempo.

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FDP-Chef Armin Lindner drückt vor den Sondierungsgesprächen mit der Union aufs Tempo.

Sondierungsgespräche zwischen Union und FDP: Armin Laschets letzte Chance

Erstmeldung vom 02.10.2021: Berlin – Armin Laschet setzt alles auf eine Karte. Obwohl die Union ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland eingefahren hat, gibt es noch einen Strohhalm zur Macht für den im Wahlkampf glücklosen Konservativen: das Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP.

Für Laschet spricht, dass er mit zwei Wahlgewinnern verhandelt. Sowohl die Grünen als auch die FDP verzeichnen deutliche Zugewinne – und somit einen impliziten Auftrag zur Teilnahme an einer künftigen Bundesregierung. Und doch steht ein kleines, aber gewichtiges Detail zwischen dem Rheinländer und seinen Ambitionen: Olaf Scholz* und seine SPD,* welche aus der Rolle des Außenseiters die Bundestagswahl für sich entscheiden konnten.

Um trotzdem ins Kanzleramt zu kommen, braucht Laschet nun mehr als nur Arithmetik. Dieser zufolge nämlich hätte eine Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP mehr Sitze im Bundestag, bessere Zustimmungswerte und vor allem einen Kandidaten an der Spitze, für den sich im Wahlkampf und auch danach deutlich mehr Deutsche in Umfragen hatten erwärmen können.

Parteien Termin der Sondierungsgespräche
SPD/FDP So., 17.30 Uhr
SPD/Grüne So., 18.00 Uhr
Union/FDP So., 18.30 Uhr
Union/Grüne Dienstag Vormittag

Armin Laschet will weiter Bundeskanzler werden – Grüne und FDP entscheiden

Und so hat es Olaf Scholz auch geschafft, in die Pole Position der Verhandlungen zu kommen: erst darf er mit der FDP reden, dann Laschet. Fakt bleibt dies außer aller Acht gelassen, dass diesmal wohl die „Kleinen“ entscheiden werden, wer regiert. Angesichts der Tatsache, dass Laschet innerparteilich und in Umfragen mit einer deutlich vernehmbaren Ablehnung zu kämpfen hat, bleibt dem CDU-Chef nur noch das Spiel auf eine Karte: Kanzlerschaft oder nichts.

Mit umso mehr Spannung werden die ersten Sondierungsgespräche erwartet, welche die starken „Kleinen“ aus Grünen und FDP nun mit den ehemals wesentlich einflussreicheren Volksparteien aus CDU/CSU* und SPD führen. Den Auftakt macht der Wahlsieger. Olaf Scholz will nun sowohl mit der FDP als auch den Grünen reden, der Union bleibt vorerst nur ein Gespräch mit der FDP. Als Zeichen für einen offenen Ausgang darf dieser Umstand wohl noch nicht gesehen werden, schließlich bekundete FDP-Chef Lindner kurz vor und nach der Wahl seinen Wunsch, mit Laschet zu regieren.

Armin Laschet vor dem Aus: Die Zeichen stehen auf Ampel

Und doch scheinen sich die Zeichen der Zeit immer mehr in Richtung einer Ampel zu drehen. Für eine solche spricht, dass all drei Parteien eines solchen Bündnisses, also SPD, Grüne und FDP, vom Wahlvolk gestärkt wurden, wohingegen die Union empfindliche Einbußen inklusive des Verlustes der Spitzenposition hatte hinnehmen müssen. Gegen die Ampel sprechen vor allem politisch-inhaltliche Forderungen wie etwa jene eines Mindestlohns von 12 Euro für alle, welchen die SPD und die Grünen fordern, wohingegen die FDP blockt. Ganz Deutschland schaut in diesen Tagen nach Berlin. (Mirko Schmid) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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