Koalitionspartner in Bayern: Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

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Bundestagswahl/Freie Wähler: Aiwanger traut Umfragen nicht und baggert an CSU-Unterstützern


  • Patrick Mayer

    VonPatrick Mayer
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Trotz des Tiefs in den Umfragen hofft Hubert Aiwanger bei der Bundestagswahl 2021 auf den Einzug der Freien Wähler ins Parlament. Und nicht nur das.

München – Hubert Aiwanger hat mit den Freien Wählern bei der Bundestagswahl 2021 (26. September) große Ziele. Er will nicht mehr nur noch in Bayern mitregieren, sondern mit seiner Partei auch ins bundesdeutsche Parlament einziehen.

Hubert Aiwanger: Freie Wähler vor Bundestagswahl 2021 im Umfragen-Tief

Und das, obwohl alle Umfragen kurz vor der Bundestagswahl gegen dieses Szenario sprechen. Aiwanger will die Hoffnung aber offensichtlich nicht aufgegeben. „Ich habe noch nie vor einer Wahl soviel Zustimmung erfahren wie dieses Mal“, erklärte der Vorsitzende der Freien Wähler an diesem Donnerstag (23. September) der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Der Bundestagseinzug ist in Griffweite.“ Zur Einordnung: Die Demoskopen sahen die Freien Wähler, die in Bayern mit der CSU von Ministerpräsident Markus Söder in der Regierung sitzen, auf Bundesebene lange Zeit bei etwa drei Prozent der Stimmen.

Aber: Eine ebenfalls an diesem Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts YouGov wähnt Aiwangers Partei nur noch bei zwei Prozent – deutlich entfernt von der Fünf-Prozent-Hürde, die es für den Einzug in den Deutschen Bundestag braucht. Aiwanger verwies jedoch darauf, dass rund die Hälfte der Wähler in Bayern noch immer unentschlossen sei. „Ich rechne damit, dass ein ordentlicher Anteil davon noch bei uns landen wird“, sagte er. Würden die Freien Wähler in Bayern ein zweistelliges Ergebnis erreichen, könne es auf Bundesebene für das Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde reichen, meinte der 50-jährige Niederbayer.

Im Video: Mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl 2021

Und damit nicht genug: Aiwanger rief CSU-Wähler dazu auf, ihre Zweitstimme den Freien Wählern zu geben. Die CSU bringe ihre Kandidaten ohnehin über die Erststimme ins Parlament, die Zweitstimme für die Landesliste ziehe bei den Christsozialen nicht, meinte er. Deshalb laufe eine Zweitstimme für die CSU ins Leere. Genau dasselbe hatte der Regierungspartner Söder mehrmals gesagt. Allerdings aus CSU-Sicht, wonach eine Zweitstimme für die Freien Wähler angeblich ins Leere laufe.

Hubert Aiwanger: CSU-Wähler sollen bei Bundestagswahl für die Freien Wähler stimmen

Aiwanger schweben indes nicht nur Bundestagsmandate vor, sondern selbst eine Beteiligung an einer neuen Bundesregierung. Kämen die Freien Wähler ins Parlament, erklärte er, sei eine bürgerliche Koalition ohne die Grünen möglich. „Ansonsten muss sich die CSU die nächsten Jahre in Berlin mit den Grünen herumärgern“, meinte der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns.

Der Parteichef hatte in den vergangenen Monaten wiederholt Aufsehen erregt. Unter anderem hatte sich der bayerische Wirtschaftsminister als einziges Mitglied aus dem Söder-Kabinett geweigert, sich gegen Corona impfen zu lassen. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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