Stets beliebt: die Gastland-Tasse.

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Buchmesse Frankfurt: Ein riesiges Gastland, zwei Welten


  • Oliver Teutsch

    VonOliver Teutsch
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Um dem Auftritt Kanadas gerecht zu werden, wird es erstmals einen virtuellen Pavillon geben. 60 Autorinnen und Autoren gehören zur literarischen Delegation.

Vielleicht war es ganz gut, dass dem diesjährigen Gastland durch die Pandemie ein Jahr mehr Vorbereitung beschert wurde. Jennifer-Ann Weir, die den Auftritt Kanadas auf der diesjährigen Buchmesse verantwortet, ließ bei der Vorstellung des Programms am Dienstag jedenfalls durchblicken, wie viel Vorbereitung notwendig gewesen sei: „Kanada ist 28-mal größer als Deutschland, es ist eine Herausforderung, dieses Land adäquat zu repräsentieren.“

Nachdem das zweitgrößte Land der Erde im vergangenen Jahr bereits virtuelles Gastland der Buchmesse war, ist es in diesem Jahr auch physisch enorm präsent. Mit Hilfe von Förderprogrammen gibt es 400 Buchtitel kanadischer Autorinnen und Autoren, die ins Deutsche übersetzt wurden, vom Roman über Lyrik bis zum Kochbuch. Auch hierbei hat das Jahr zusätzlicher Vorbereitungszeit sehr geholfen.

Die Fakten

Die Frankfurter Buchmesse ist für Fachbesucherinnen und Fachbesucher von Mittwoch, 20. Oktober, bis Sonntag, 24. Oktober, geöffnet. Ehrengastland ist Kanada. Für das Publikum ist die Buchmesse von Freitag bis Sonntag zugänglich. Die Eröffnung ist am Dienstag.

In diesem Jahr sind 1500 Aussteller aus 74 Ländern auf dem Messegelände vertreten. Die meisten Verlage gruppieren sich an Länderständen, von denen es 41 geben wird. Täglich sind 25 000 Besucherinnen und Besucher auf dem Messegelände zugelassen. Bücher werden an allen Tagen verkauft. Die Verlage präsentieren sich in den Hallen 3, 4 und 6. Auf der Agora gibt es Essensstände und das „Frankfurt Studio“ mit hybriden Veranstaltungen. Auf der ARD-Bühne in der Festhalle finden Lesungen und Debatten statt. Weitere Lesungen gibt es beim „Bookfest“.

Tageskarten sind erhältlich auf www.buchmesse.de ab 19 Euro/ 10 Euro ermäßigt. fle

Bei den Übersetzungen zeigt sich, dass Kanada nicht nur deutlich größer, sondern auch sprachlich vielfältiger ist. So wird es im Pavillon des Gastlands im Forum, Ebene 1, auch gleich zwei große Stände geben, einen französischsprachigen und einen englischsprachigen. Dazu hat Kanada auch viele indigene Sprachen und Werke zu bieten.

„Einzigartige Vielfalt“ lautet daher auch das Motto des Gastlands, über das auch Buchmesse-Direktor Juergen Boos schwärmt: „Kanada ist wie ein Kaleidoskop, man kann es immer wieder schütteln, und es verändert sich.“ Um den vielen Facetten der kanadischen Literaturlandschaft gerecht zu werden, sollen fast 60 kanadische Autorinnen und Autoren das Programm der Buchmesse bereichern, die überwiegende Anzahl bei virtuellen Auftritten.

Neun Autorinnen und Autoren werden aber auch leibhaftig aus ihren Werken lesen sowie dem Publikum Rede und Antwort stehen: Michael Crummey, Michel Jean, Dany Laferrière, Canisia Lubrin, Catherine Mavrikakis, Paul Seesequasis, Vivek Shraya, Kim Thúy und Nancy Vo. Der Höhepunkt aus Sicht des Gastlands wird dabei sicherlich die „Canadian Night“ am 20. Oktober in der Frankfurter Festhalle.

Da ein Land wie Kanada aber nicht in einen Pavillon und noch nicht mal in die Festhalle passt, wird es bei der diesjährigen Auflage der Buchmesse erstmals überhaupt auch einen virtuellen Pavillon eines Gastlands geben. Dort soll dann vermittelt werden, dass ein Land wie Kanada mehr zu bieten hat als „nur“ Bücher. Der virtuelle Pavillon stellt ein Gemeinschaftsprojekt dar, das die kanadische Literatur zusammen mit dem digitalen Know-how der kanadischen Kreativ- und Technologiebranche präsentiert und das einen Eindruck der räumlichen Weite des Staates vom Atlantik bis zum Pazifik vermitteln soll.

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