Boris Johnson rauft sich die Haare

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Boris Johnson: Hinterbänkler verlieren Vertrauen – Misstrauensvotum bahnt sich an


  • Andreas Apetz

    VonAndreas Apetz
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Angeblich sollen erste Misstraunesbriefe gegen Premierminister Boris Johnson eingereicht worden sein. Dem britischen Politiker droht ein Misstrauensvotum.

London – So wie es aussieht, scheint es nicht gut um den britischen Premierminister Boris Johnson zu stehen. Medienberichten zufolge verlieren immer mehr Mitglieder der eigenen Partei das Vertrauen in den Politiker der Conservative Party. Mittlerweile sollen mehrere Tory Members of Parliament (MPs) sogenannte Misstrauensbriefe eingereicht haben. Sollte sich die Zahl an Briefen häufen, könnte es zu einem Misstrauensvotum kommen.

Wie The Sun berichtet, seien bereits ein Dutzend Beschwerdebriefe eingereicht worden. „Es herrscht regelrechte Wut. Er hat bis zum Frühjahr Zeit, um wieder in die Spur zu kommen, sonst gerät er in echte Schwierigkeiten“, erklärt sein Senior-Mitglied des Parlaments gegenüber der britischen Zeitung.

Boris Johnson: Kommt es zum Misstrauensvotum?

Zum Misstrauensvotum, also einer Abstimmung über die Absetzung Johnsons, käme es, sofern 15 Prozent der konservativen Abgeordneten einen Misstrauensbrief beim zuständigen 1922-Komitee einreichen. Damit wären insgesamt 54 Briefe notwendig, um die Besetzung des derzeitigen Premierministers infrage zu stellen.

„Es wird nicht dazu kommen, dass 50 Briefe eingehen, die es [für ein Misstrauensvotum] brauchen würde, aber es löst Sorge aus“, sagte eine nicht genannte Quelle dem üblicherweise regierungsnahen Blatt Telegraph. Ein weiterer Tory-Politiker gab an, „die üblichen Verdächtigen“ hätten das Vertrauen in Johnson verloren und dies in entsprechenden Briefen ausgedrückt.

Der konservative Regierungschef ist in den vergangenen Wochen verstärkt unter Druck geraten. Vorwürfe der Korruption und Vetternwirtschaft hatten die Tory-Partei in Verruf gebracht. Kritiker werfen Boris Johnson vor, nicht entschieden genug gegen den „Sleaze“ – also Filz – vorzugehen. Zuletzt hatte eine völlig missglückte Rede vor einem führenden Industrieverband, bei der der Premierminister zeitweise völlig den Faden verlor, das Fass zum Überlaufen gebracht. Ein Sprecher der Downing Street beschwichtigte am Dienstag jedoch, Johnson gehe es gut und er habe die Lage im Griff.

Misstrauensbriefe gegen Boris Johnson: Eine vertrauliche Sache

Nach den Tory-Regeln müssen Misstrauensbriefe vertraulich behandelt werden. Es gibt also bisher keine offiziellen Informationen darüber, wie viele Briefe wirklich eingereicht worden sind. „Der Premierminister ist in Topform. Die Realität ist, dass die Leute über die Westminster-Rede, den Klatsch und alles andere sprechen wollen“, verteidigte Lordkanzler Dominic Raad den aktuellen Premierminister Großbritanniens.

Im Londoner Regierungsviertel Westminster wird spekuliert, ob in der Downing Street Nummer 11 – dem Machtzentrum von Finanzminister Rishi Sunak – derzeit gegen Johnson mobil gemacht werde. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich bei verschiedenen Themen Gräben zwischen dem Premier und seinem Schatzkanzler aufgetan. Zudem gilt der 41-jährige Sunak als Hoffnungsträger seiner Partei und möglicher Nachfolger Johnsons an deren Spitze. (aa/dpa)

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