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Belarus: Migranten durchbrechen offenbar Grenzzaun – Österreich bietet Polen Hilfe an

An der Grenze zwischen Belarus und Polen herrscht Ausnahmezustand. Die Lage verschärft sich zusehend. Nach Medienberichten sollen Migranten die Grenze durchbrochen haben.

Update vom 10. November, 7.31 Uhr: Tausende Geflüchtete drängen sich aktuell an der polnischen Grenze zu Belarus (siehe Erstmeldung). Österreich hat deshalb Polen nun Hilfe beim Grenzschutz angeboten. Wien werde Warschau „solidarisch zur Seite stehen“, sagte der österreichische Innenminister Karl Nehammer der Welt vom Mittwoch.

Wie bereits Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte auch Nehammer die EU-Kommission auf, die Regierung in Warschau beim Grenzschutz stärker zu unterstützen. Hilfe bei der Registrierung von Migranten anzubieten, sei hingegen „das völlig falsche Signal“.

Österreich hatte laut Welt im Frühjahr 2020 Griechenland und im Sommer dieses Jahres Litauen vorübergehend Cobra-Spezialkräfte, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, Nachtsichtgeräte und Wärmebildtechnik bei der Grenzsicherung zur Verfügung gestellt.

Migranten durchbrechen offenbar Grenzzaun von Belarus nach Polen

Erstmeldung vom 10. November: Warschau/Minsk – Migranten versuchen seit Tagen die Grenze von Weißrussland nach Polen zu überwinden. Tausende polnische Soldaten sichern die Grenze zu Belarus. Zwei größeren Gruppen von Migranten ist es polnischen Medien zufolge gelungen die Grenze von Belarus nach Polen zu stürmen.

Migranten durchbrechen offenbar Grenzzaun von Belarus nach Polen

Mehreren Dutzend Migranten sollen die Zäune in der Nähe der Dörfer Krynki und Bialowieza zerstört haben, um die Grenze zu passieren, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP am späten Dienstagabend unter Berufung auf den örtlichen Sender Bialystok. Der Sender zitierte eine Sprecherin des Grenzschutzes, dass in beiden Fällen Zäune und Barrieren gewaltsam niedergerissen worden seien. Zuvor waren Aufnahmen aus dem Grenzgebiet aufgetaucht, die Szenen von am Stacheldrahtzaun zeigen.

Einige der Migranten seien nach Belarus zurückgebracht worden, andere seien auf freien Fuß. Der belarussische Grenzschutz veröffentlichte Bilder mehrerer Menschen, die am Kopf und an den Händen bluteten. Zu sehen waren tiefe Schnittwunden in Handflächen, nachdem Menschen versucht hätten, die Stacheldrahtzäune zu überwinden. Es handele sich um Kurden. Sie hätten medizinische Hilfe bekommen, hieß es.

Überprüfbar waren die von der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik am Morgen veröffentlichten Nachtaufnahmen nicht. Gezeigt wurden auch Dutzende Menschen, die in Zelten und an Lagerfeuern ausharrten. Es war zudem ein weinendes Kind zu hören. Die belarussische Staatspropaganda wirft den polnischen Sicherheitskräften ein brutales Vorgehen gegen die Schutzsuchenden vor.

Auf der belarussischen Seite befänden sich Hunderte Menschen. Nach Angaben der polnischen Behörden hätten die Flüchtlinge von belarussischen Organisationen Lebensmittel erhalten, hieß es weiter. Das EU-Mitglied Polen hat Tausende Soldaten an der Grenze stationiert, die einen Durchbruch an den Anlagen mit Stacheldraht verhindern sollen. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte am Dienstag gefordert, die Menschen durchzulassen. Sie wollten sich nicht in Polen niederlassen, sondern vor allem in Deutschland, sagte er in einem Interview.

Der als „letzter Diktator Europas“ verschriene Politiker steht im Ruf, die Menschen aus Krisenstaaten wie Syrien, Afghanistan, Libyen und Irak gezielt einfliegen zu lassen, um sie dann in Richtung EU-Grenze zu schleusen. Lukaschenko hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen und internationale Schleusernetzwerke für die Organisation der Reisen der Menschen verantwortlich gemacht. Er räumte erneut ein, die Migranten auf ihrem Weg in die EU nicht mehr aufzuhalten. (dpa/ml)

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