Barack Obama

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Barack Obama wird 60: Geburtstagsfete als Superspreader-Event?


  • Yannick Wenig

    VonYannick Wenig
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Der ehemalige US-Präsident Barack Obama plant die Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag. Doch wegen Corona und der Delta-Variante hagelt es Kritik.

Washington, D. C. – Am Mittwoch (04.08.2021) wird Barack Obama, ehemaliger Präsident der USA, 60 Jahre alt. Doch der feierliche Anlass löst in den Vereinigten Staaten nicht nur Freude aus. Ganz im Gegenteil: Denn angesichts der aktuellen Corona-Lage mit erneut steigenden Fallzahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante häufen sich die Bedenken, die angekündigte Geburtstagsparty Obamas könne sich zu einem Superspreader-Event entwickeln. Mit dieser Sorge wurde nun auch die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jennifer Rene „Jen“ Psaki, im Rahmen einer Pressekonferenz konfrontiert.

Psaki verteidigte dabei die Geburtstagplanungen von Barack Obama, der zwischen 2009 und 2017 als direkter Vorgänger von Donald Trump das Präsidentenamt in den USA innehatte. Schließlich sei die Party Obamas „im Freien“ geplant. Zudem verwies die Sprecherin des Weißen Hauses auf die vom US-Gesundheitsministerium Centers for Disease Control and Prevention (CDC) festgelegten Maßnahmen für Innenräume in Regionen, in denen das Corona-Risiko besonders hoch ist.

Trotz Corona: Barack Obama feiert seinen 60. Geburtstag – Wird die Fete zum Superspreader-Event?

Ein Journalist stellte allerdings die Frage, ob die geplanten Festlichkeiten zu Barack Obamas 60. Geburtstag mit wohl mehreren Hundert Gästen angesichts der ansteigenden Corona-Zahlen ein falsches Zeichen an die US-Bevölkerung seien. Jen Psaki antwortete, dass die Veranstaltung „laut aller öffentlichen Berichterstattungen im Freien und in einer gemäßigten Zone“ stattfinde.

Wie das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Umfeld der Obamas berichtete, habe der ehemalige US-Präsident 475 Gäste – darunter Familie, Freunde, ehemalige Helfer sowie einige prominente Persönlichkeiten – auf Martha’s Vineyard Island vor der Südküste von Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts eingeladen. Der amtierende US-Präsident Joe Biden wird wohl nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen, wie die Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Die Pressesprecherin, die auch schon zu Zeiten der Obama-Regierung im Weißen Haus diente, versicherte darüber hinaus, dass sämtliche Corona-Testanforderungen sowie Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bei der Party eingehalten werden würden. Für „nähere Einzelheiten“ verwies Psaki die Reporter:innen an das Team um den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. Ein Journalist fragte dennoch ganz konkret, ob sich die Feier zu Obamas 60. Geburtstag zu einem Superspreader-Event entwickeln könne. Auch nach möglichen Nachahmern, die die Meldung der Obama-Fete dazu bewegen könnte, selbst mit mehreren Hundert Menschen zu feiern, fragten die Journalist:innen.

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Mehrere Hundert Personen sollen wohl an Barack Obamas Party zu seinem 60. Geburtstag teilnehmen.

Barack Obama: Geplante Geburtstagsparty stößt auf Kritik – „Wie kann jemand so leichtsinnig sein?“

Eine klare Antwort zu den Bedenken, Obamas Geburtstagsparty könne sich zu einem Superspreader-Event entwickeln, gab es seitens des Weißen Hauses nicht. Stattdessen blieben Psakis Antworten sehr allgemein: „Wir raten jedem, sich an die geltenden Leitlinien zur öffentlichen Gesundheit zu halten“, so die Sprecherin, die das Vorhaben Barack Obamas trotz der prekären Situation um das Coronavirus in mehreren Regionen der USA verteidigte. „Ich weiß, dass der ehemalige Präsident ein großer Befürworter der Corona-Impfung und dem Befolgen der Expertenmeinungen zur öffentlichen Gesundheit ist, für die er sicherlich auch selbst eintreten würde“, so Psaki während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Für die geplante Geburtstagsparty erntet der ehemalige US-Präsident Barack Obama auch einige Kritik – vor allem vonseiten der Republikaner. „Das ist ein gefährlicher Superspreader-Event“, „Wie kann jemand so leichtsinnig sein?“ oder „Sie töten Menschen“: Diese Aussagen stammen von einem Beitrag, den der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan via Twitter veröffentlichte. Er schrieb dazu: „Diese Dinge würden Demokraten sagen, wenn dies der Geburtstag von Präsident Trump wäre“. (yw)

Zuletzt hatte Barack Obama seinen Amtsnachfolger Donald Trump und die republikanische Partei hart kritisiert. Laut Obama verletzen die Republikaner den „Kern der Demokratie“.

Rubriklistenbild: © Brynn Anderson/AP/dpa

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