Am Freitag wurde der Weihnachtsbaum auf dem Römerberg bereits geschmückt. Foto: Monika Müller

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Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt gilt nur in wenigen Bereichen die 2G-Regel


  • Sandra Busch

    VonSandra Busch
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  • Kathrin Rosendorff

    Kathrin Rosendorff
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Der Frankfurter Weihnachtsmarkt soll für alle offen sein. Nur in wenigen Bereichen gilt die 2G-Regel. Das Gesundheitsamt sieht die 2G-Regeln ohne Maske und Abstand kritisch.

Gleich zu Beginn der Pressekonferenz am Freitag verkündet Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD): „Die zentrale Botschaft lautet: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt findet statt.“ Am Abend zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) die Corona-Entwicklung weiter als „sehr besorgniserregend“ eingeschätzt und dazu geraten „größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden“. Bereits am Montag wollen Offenbach und Darmstadt ihre Weihnachtsmärkte eröffnen.

Feldmann argumentiert, dass der Weihnachtsmarkt an der frischen Luft stattfinde, es keine große Eröffnungsfeier am 22. November und kein Bühnenprogramm geben solle und der Markt sich mit weniger Ständen auf eine größere Fläche in der Innenstadt verteile. Auf dem Römerberg seien es beispielsweise nur 15 statt sonst 40 Stände. Insgesamt sind es 170; zu Römerberg, Friedrich-Stoltze-Platz, Mainkai und Paulsplatz kommt diesmal der Roßmarkt. Außerdem gebe es in der Bevölkerung eine sehr große Vorfreude auf den „Duft von gebrannten Mandeln und dampfenden Glühwein“. Das Bedürfnis sei groß, nachdem der Markt, 2020 pandemiebedingt ausfiel. Und er freue sich darauf, wieder in die Gesichter von vergnügten Menschen, nicht nur auf den geschmückten Weihnachtsbaum zu blicken.

An Stellen, an denen Gedränge herrscht, sollen Besucher:innen Masken tragen. Sicherheitspersonal soll das überprüfen. „Es soll ein Weihnachtsmarkt für alle sein. In den größten Teilen des Markts gibt es daher keine Zugangsbeschränkungen.“

Nur in zwei Bereichen ist 2Gl für Menschen ab 18 Jahren vorgesehen: auf dem Rosa Weihnachtsmarkt der LGBTQI+-Community auf dem Friedrich-Stoltze-Platz und auf dem neuen „Weihnachts-Roßmarkt“. Dort sind weder Maske noch Abstand vorgeschrieben. Auch nicht im Gedränge. „Das ist die Freiheit von 2G, der Genesenen und Geimpften“, sagt Feldmann. Kinder und Jugendliche benötigen dort ein negatives Testergebnis. Kinder unter sechs Jahren erhalten auch ohne Nachweis Zugang. Auf dem restlichen Weihnachtsmarkt erhalten alle Gastrobetriebe abgetrennte Verzehrbereiche. Dort soll ohne Einlasskontrolle, aber mit Abstand gegessen und getrunken werden. Beheizte Gaststuben gibt es nicht. Der Frankfurter Künstler- Weihnachtsmarkt aber schon: Er ist mit 2G in der Paulskirche und den Römerhallen geplant.

Öffnungszeiten

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet ohne große Feier am 22. November. Er ist geöffnet bis zum 22. Dezember von Montag bis Samstag, 10 bis 21 Uhr, und sonntags von 11 bis 21 Uhr. Er erstreckt sich vom Römerberg über Paulsplatz, Mainkai und Friedrich-Stoltze-Platz bis zum Roßmarkt.

Das Ökumenische Adventsingen in der der Liebfrauenkirche soll, wenn auch in modifizierter Form, stattfinden. Nicht wie üblich jeden Tag, sondern nur an den Wochenenden: Einlass nach der 2G-Regel und maximal 100 Personen können in der Kirche an markierten Stellen Platz nehmen. Zum Singen des Adventliedes muss sie wieder getragen werden. Auf der Homepage der Liebfrauenkirche kann man sich kostenlos anmelden. https://liebfrauen.net/

Der Frankfurter Künstler- Weihnachtsmarkt ist unter 2G-Regeln in der Paulskirche sowie in den Römerhallen geplant. E s gibt Malerei, Skulptur, Fotografie, Schmuck, Textil, Holz-und Papierarbeiten. Weitere Informationen finden sich unter bbk-frankfurt.de. Öffnungszeiten: Paulskirche: 23. November bis 21. Dezember, von 12 bis 20 Uhr, 22. Dezember, 12 bis 18 Uhr. In den Römerhallen: 3. bis 21. Dezember, 12 bis 20 Uhr, 22. Dezember, 12 bis 18 Uhr. (rose)

Der Leiter des Gesundheitsamtes Peter Tinnemann sieht die 2G-Bereiche auf dem Weihnachtsmarkt kritisch. „Auf 2G-Veranstaltungen fühlen sich Menschen häufig zu sicher und halten die einfachen Schutzmaßnahmen nicht mehr ein“, sagte er im Gespräch der FR. Aus diesem Grund empfehle das Gesundheitsamt, dass auch bei 2G-Veranstaltungen zusätzlich die Maske getragen und Abstand gehalten werde. Es habe nachweislich auch bei 2G-Veranstaltungen Übertragungen gegeben. „Das Land Hessen hat den Gesundheitsämtern jedoch keine Möglichkeit gegeben bei 2G-Konzepten eine zusätzliche Maske verpflichtend anzuordnen“, sagt Tinnemann. „Wir betrachten daher aktuell 2G ohne Maske zunehmend mit Sorge.“

Geplant hat das Konzept des Weihnachtsmarkts die Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt (TCF). Ihr Geschäftsführer Thomas Feda, sagt, es werde mehr „Corona-Streifen“, mehr Toilettenanlagen geben.

Einige Standbetreiber hätten aus wirtschaftlichen Ängsten oder wegen Personalmangels abgesagt. Anders als bis 2019 werden Kosten und Einnahmen des Weihnachtsmarkts sich nicht ausgleichen. „Der Weihnachtsmarkt wird mit dem Sicherheitskonzept 30 bis 40 Prozent mehr an Kosten produzieren“, sagt Feda. Denn er rechnet auch mit weniger Besucher:innen: „Es gibt weniger Pendler und Touristen in der Stadt und eben auch ein Publikum, das Angst vor Großveranstaltungen in Pandemiezeiten hat“, sagt Feda. Vor der Pandemie kamen bis zu drei Millionen Besucher:innen.

Auf die Frage, ob angesichts der explorierenden Inzidenzen ein Weihnachtsmarkt wirklich so stattfinden solle, sagt Feldmann: „Wir führen Diskussionen um 2G plus. Das könnte eine Perspektive sein.“ Diese Regelung, die der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag gefordert hatte, besagt: Der Besuch öffentlicher Veranstaltungen soll nur noch für Geimpfte und Genesene möglich sein, die außerdem tagesaktuell getestet sind.

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