Armin Laschet will weiter Kanzler werden.

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Armin Laschet unter Druck: Union vor Sondierung mit FDP

  • VonMirko Schmid
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Armin Laschet setzt alles auf Jamaika. Sollten die Verhandlungen mit der FDP um Christian Lindner scheitern, gibt es kaum noch einen Weg zur Kanzlerschaft für den CDU-Chef.

  • Armin Laschet hofft auf seine letzte Chance auf das Bundeskanzleramt.
  • Wenn der CDU-Chef* Bundeskanzler* werden will, braucht er sowohl FDP* als auch Grüne.*
  • Die Sondierungen der möglichen Koalitionspartner nach der Bundestagswahl 2021* haben begonnen.

Berlin – Armin Laschet setzt alles auf eine Karte. Obwohl die Union ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland eingefahren hat, gibt es noch einen Strohhalm zur Macht für den im Wahlkampf glücklosen Konservativen: das Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP.

Für Laschet spricht, dass er mit zwei Wahlgewinnern verhandelt. Sowohl die Grünen als auch die FDP verzeichnen deutliche Zugewinne – und somit einen impliziten Auftrag zur Teilnahme an einer künftigen Bundesregierung. Und doch steht ein kleines, aber gewichtiges Detail zwischen dem Rheinländer und seinen Ambitionen: Olaf Scholz* und seine SPD,* welche aus der Rolle des Außenseiters die Bundestagswahl für sich entscheiden konnten.

Um trotzdem ins Kanzleramt zu kommen, braucht Laschet nun mehr als nur Arithmetik. Dieser zufolge nämlich hätte eine Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP mehr Sitze im Bundestag, bessere Zustimmungswerte und vor allem einen Kandidaten an der Spitze, für den sich im Wahlkampf und auch danach deutlich mehr Deutsche in Umfragen hatten erwärmen können.

Armin Laschet will weiter Kanzler werden.

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Armin Laschet will weiter Kanzler werden.

Armin Laschet will weiter Bundeskanzler werden – Grüne und FDP entscheiden

Trotz alledem hat es Laschet geschafft, in die Pole Position der Verhandlungen zu kommen: erst darf er mit der FDP reden, dann Scholz. Fakt bleibt dies außer aller Acht gelassen, dass diesmal wohl die „Kleinen“ entscheiden werden, wer regiert. Angesichts der Tatsache, dass Laschet innerparteilich und in Umfragen mit einer deutlich vernehmbaren Ablehnung zu kämpfen hat, bleibt dem CDU-Chef nur noch das Spiel auf eine Karte: Kanzlerschaft oder nichts.

Mit umso mehr Spannung werden die ersten Sondierungsgespräche erwartet, welche die starken „Kleinen“ aus Grünen und FDP nun mit den ehemals wesentlich einflussreicheren Volksparteien aus CDU/CSU* und SPD führen. Den Auftakt macht der Wahlsieger. Olaf Scholz will nun sowohl mit der FDP als auch den Grünen reden, der Union bleibt vorerst nur ein Gespräch mit der FDP. Als Zeichen für einen offenen Ausgang darf dieser Umstand wohl noch nicht gesehen werden, schließlich bekundete FDP-Chef Lindner kurz vor und nach der Wahl seinen Wunsch, mit Laschet zu regieren.

Armin Laschet vor dem Aus: Die Zeichen stehen auf eine Ampel

Und doch scheinen sich die Zeichen der Zeit immer mehr in Richtung einer Ampel zu drehen. Für eine solche spricht, dass all drei Parteien eines solchen Bündnisses, also SPD, Grüne und FDP, vom Wahlvolk gestärkt wurden, wohingegen die Union empfindliche Einbußen inklusive des Verlustes der Spitzenposition hatte hinnehmen müssen. Gegen die Ampel sprechen vor allem politisch-inhaltliche Forderungen wie etwa jene eines Mindestlohns von 12 Euro für alle, welchen die SPD und die Grünen fordern, wohingegen die FDP blockt. Ganz Deutschland schaut in diesen Tagen nach Berlin. (Mirko Schmid) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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