Nach mehreren Anschlägen des IS greifen die Taliban nun hart durch.

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Afghanistan: Taliban machen Jagd auf IS-Mitglieder


  • Luisa Ebbrecht

    VonLuisa Ebbrecht
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Die Taliban geht nach Anschlägen in Afghanistan gegen IS-Mitglieder vor. Damit will die Gruppe die Sicherheit im Land gewährleisten.

Kabul – Seit der Machtübernahme der Taliban behauptet die Terrormiliz, dass die Sicherheit in Afghanistan „gewährleistet“ sei. Das Land sei aus dem „Sumpf des Krieges“ befreit worden. Doch eine Reihe von Anschlägen, die in den letzten Wochen von einer ISIS-Untergruppe ISKP (Khorasan-Provinz) verübt wurden, widerspricht dieser Behauptungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Al Jazeera.

In den sechs Wochen seit der Machtübernahme durch die Taliban gab es mehrere Berichte über Anschläge und Aktivitäten des Islamischen Staates in der Provinz Chorasan, in den Städten Kabul, Dschalalabad und Mazar-i-Scharif. Am Abend des 26. August, nur elf Tage nach der Machtübernahme durch die Taliban, bekannte sich die ISKP zu einem Bombenanschlag auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai in Kabul, bei dem mehr als 180 Menschen getötet und Hunderte von ihnen verletzt wurden.

Taliban: Mehrere Anschläge von ISIS-Anhängern in Afghanistan

Aus der Stadt Jalalabad, der Hauptstadt der Provinz Nangarhar und eines der häufigsten Ziele der ISKP, wurden laut Al Jazeera mehrere Anschläge gemeldet. Bei den jüngsten Anschlägen, darunter Explosionen von Sprengsätzen, wurden Zivilisten und mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet. Jeder dieser Vorfälle wurde von den Taliban heruntergespielt.

Der stellvertretende Minister für Information und Kultur, Zabihullah Mudschahid, erklärte gegenüber Al Jazeera, die Taliban würden aktiv „diejenigen jagen, die im Land Chaos säen“. Die Taliban beschuldigten zudem die USA, den Anschlag auf den Flughafen nicht verhindert zu haben. Sie erklärten, er habe in einem Gebiet stattgefunden, in dem die US-Streitkräfte für die Sicherheit zuständig seien.

Taliban leiten hartes Vorgehen gegen ISKP-Mitglieder ein

Die Taliban haben ein hartes Vorgehen gegen ISKP-Mitglieder eingeleitet und Berichten zufolge mindestens 80 mutmaßliche Kämpfer in Nangarhar festgenommen. Die Gruppe behauptete auch, den ehemaligen ISKP-Führer Ziya ul-Haq in Kabuls berüchtigtem Pul-e-Charkhi-Gefängnis getötet zu haben.

Laut Al Jazeera befürchten Fachleute aber, dass die Taliban sich an frühere afghanische Regierungen anlehnen, denen rechtswidrige Verhaftungen und außergerichtliche Tötungen vorgewurfen wurden.

Trump-Regierung unterzeichnete Friedensabkommen mit Taliban

Als die Regierung unter Donald Trump im Februar 2020 ein Friedensabkommen mit den Taliban unterzeichnete, versicherte sie, dass die Taliban ihre Verbindungen zu anderen bewaffneten Gruppen wie Al-Qaida und IS-Mitgliedern abbrechen und keiner Gruppe erlauben würden, afghanischen Boden für Angriffe auf die USA oder ihre Verbündeten zu nutzen.

Die ISKP zu besiegen, sagte US-Journalist Morgan, „liegt im Interesse der Taliban“. Es wäre demnach ein klares Zeichen dafür, dass auch die Taliban an die „Terrorismusbekämpfung“ glauben. Zudem sei es ein einfacher Weg, um „internationales Wohlwollen aufzubauen“, sagte Morgan. (Luisa Ebbrecht)

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